Aus der Presse

Das Taxi muss nicht neu erfunden werden - es ist die Antwort
Unsere aktuellen Pressemeldungen sind umgezogen auf www.taxi-agentur.de. An dieser Stelle werden die letzten Meldungen der  Taxi-Agentur als ‘Volltext-Feed’ eingeblendet.
Der volle Umfang, also Archivsuche und anklickbare Links zu den Originalmeldungen steht auf → www.taxi-agentur.de zur Verfügung.
Der RSS-Feed läßt sich auch auf anderen (Euren?!) Webseiten einbinden…

 

 

  • Die Buchhalter auf’s Meer schicken…
    am 23. Juni 2020

    2020-06-23 Neil Young – Dead Man Theme (long version) (1995)

  • Ubers “Dienst” bleibt in Kolumbien gefällt
    am 22. Juni 2020

    2020-06-22 Bogotá, Kolumbien: Den zähen Gringos von “Uber” hat eine Berufung vor dem Obersten Gericht von Kolumbien in Bogotá nichts genutzt und sie müssen weiterhin vor der Tür Kolumbiens bleiben. Nicolás Alviar, Anwalt von Taxis Libres, sagte “El Espectador”, dass dieses Urteil nicht bedeutet, dass Uber morgen wieder operieren kann. „Wer immer dies tut, würde einen illegalen Transportdienst anbieten“. Unser Glückwunsch zur souveränen Entscheidung nach Kolumbien! – Tumban fallo que suspendió el servicio de Uber en Colombia – (spanisch, El Espectador, “Ubers “Dienst” bleibt in Kolumbien gefällt”, 19. Juni)  (Update: In der spanischsprachigen Presse ist  der Gerichtsentscheid aus Bogotá umstritten und auch ein englisches Taximag interpretiert ganz anders. Man sollte aber zuallererst der Lügenmaschine “Uber” und ihren Anwälten mißtrauen und nicht, wie “TaxiPoint“, deren Interpretation einfach unerklärt wiedergeben! Der Bericht von “El Espectador” geht ausführlich darauf ein.)

  • Uber entspricht nicht dem RGPD (DSGVO)
    am 20. Juni 2020

    2020-06-20 Paris: Natürlich ist es nicht unser Anliegen, uns a) für die Rechte von Uber-Fahrpersonal einzusetzen, denn dieses unterschreibt ja bereits bei Eingehen eines Abhängigkeitsverhältnisses, daß es auf seine Rechte verzichtet und b) die Resopalrechte der sog. “EU” zu propagieren, die ja nicht als Ikone der Bürgerrechte gegründet wurde, sondern um im Gegenteil die Interessen der Konzerne besser gegen die Bürger durchsetzen zu können. Jedoch gemäß der Devise: “Versuch macht kluch” berichten wir gern gleichwohl darüber, daß die französische Liga der Menschenrechte (LDH) zusammen mit der Fahrergewerkschaft “Intersyndicale Nationale Vtc” (INV), die ihrerseits über keine eigene website verfügt, aber eine fremdbestimmte “Facebookseite” betreibt – was die Ironie noch perfekter macht – und der Anwaltskanzlei “Metalaw” eine Beschwerde wegen Verstoßes gegen die Datenschutzgrundverordnung (RGPD) (DSGVO) der “EU” an die Commission nationale informatique et libertés (CNIL) verwiesen hat. Die Aussicht darauf, daß im Falle des Erfolges Uber 4% ihres weltweiten Umsatzes als Strafe zahlen müßte, ist zwar verlockend, aber der US-amerikanische Klassenfeind mit imperialistischem Habitus dürfte sich ähnlich ignorant der Gesetzgebung der “EU” gegenüber verhalten, wie schon die völkerrechtswidrige Außenpolitik seines Heimatlandes dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag gegenüber: Urteile die USA betreffend werden grundsätzlich nicht anerkannt! Uber entspricht nicht dem RGPD (DSGVO) Pressemitteilung von LDH und INV Dies ist eine doppelte Premiere in Frankreich: Die Ligue des droits de l’Homme (LDH) (Liga der Menschenrechte) hat beschlossen, im Namen einer Gruppe von Fahrern der Gewerkschaft INV und mit Hilfe der Anwaltskanzlei Metalaw die erste Gruppenaktion in ihrer Geschichte zum Schutz personenbezogener Daten und die erste Gruppenaktion gegen Uber in Frankreich zu starten. Der Fall wurde an die Commission nationale informatique et libertés (CNIL) verwiesen. In Frankreich sieht das Gesetz vor, dass Gruppenaktionen nur in einer bestimmten Anzahl von Bereichen durchgeführt werden dürfen: Umwelt, Gesundheit und Kampf gegen Diskriminierung. Dies gilt auch für den Schutz personenbezogener Daten. Unter Hinweis auf mehrere schwerwiegende und wiederholte Verstöße der Firma Uber bei der Anwendung der Allgemeinen Datenschutzbestimmungen (RGPD) und des Datenschutzgesetzes beschloss die LDH, die Angelegenheit im Namen einer Gruppe von Fahrern und mit Unterstützung der Anwaltskanzlei Metalaw an die CNIL zu verweisen. Für das Protokoll: Die auf europäischer Ebene verabschiedete RGPD ist seit 2018 direkt im französischen Recht anwendbar. Es wird durch das französische Datenschutzgesetz (Loi Informatique et Libertés) ergänzt. Der Cnil ist die unabhängige Verwaltungsbehörde, die für die Durchsetzung des Schutzes personenbezogener Daten zuständig ist. Die RGPD sieht insbesondere vor, dass die Übermittlung personenbezogener Daten “in knapper, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Weise in klaren und einfachen Worten” zu erfolgen hat. » In Wirklichkeit gleicht für die Uber-Fahrer der Antrag auf Zugang zu ihren persönlichen Daten eher einem labyrinthartigen und absichtlich abschreckenden Hindernislauf. Hier sind ein paar Schritte: Für einen Uber-Fahrer ist die einfache Anfrage nach Datenzugriff bereits kafkaesk… Das DPMR sieht vor, dass man, um auf seine persönlichen Daten zuzugreifen, nur an den Datenschutzbeauftragten (DSB) des Unternehmens schreiben muss und dass das Antragsverfahren einfach und zugänglich sein sollte. Bei Uber ist das Gegenteil der Fall. Wenn Sie an die auf der Website angegebene E-Mail-Adresse des DSB schreiben, lautet die Antwort: “Mit dieser E-Mail-Adresse können Sie den DSB nicht direkt kontaktieren”! Sie müssen also die Website erneut durchsuchen, um das Antragsformular zu erhalten, das Sie ausfüllen müssen. Man ruft eine Seite zuerst auf Französisch, dann auf Englisch auf, kurz gesagt, man bewegt sich im Kreis. Nur durch einen Umweg, der speziell für Personen ohne Uber-Konto vorgesehen ist, können die Uber-Fahrer hoffen, auf ein Antragsformular zugreifen zu können. Der Rest ist nicht einfacher. Sobald Sie das Formular für den Zugriff auf Ihre Daten erfolgreich ausgefüllt haben, ist es am besten, Geduld zu haben. Das DPMR sieht vor, dass die Frist für die Beantwortung eines Antrags auf Zugang zu personenbezogenen Daten 30 Tage nicht überschreiten sollte. Bei Uber sind diese Antwortzeiten, wie soll ich es ausdrücken… variabel. Wir stellten fest, dass einige Fahrer ihre Daten innerhalb von 30 Tagen erhielten, während andere sie erst nach 60 Tagen erhielten, unter dem Deckmantel einer Pandemie, was, daran sei erinnert, kein rechtlicher Grund für eine Verzögerung ist. Einige haben nicht einmal eine Antwort erhalten! Wenn man das Glück hat, eine Antwort zu erhalten, sind die Akten offensichtlich unleserlich und unvollständig. Das RGPD sieht vor, dass Dateien mit persönlichen Daten für den Antragsteller leicht lesbar sein müssen. Bei Uber sind die Daten für eine Person, die keine fortgeschrittenen Computerkenntnisse hat und zudem noch Englisch spricht, unverständlich. Bestimmte Antworten werden eindeutig gemacht, um zu verhindern, dass der Antragsteller auf seine Daten zugreifen kann. Ein Beispiel: Ein Fahrer erhielt alle seine persönlichen Daten in Form von sechzehn Excel-Dateien in englischer Sprache. Noch überraschender ist, dass bestimmte Daten einfach mit der Begründung abgelehnt werden, dass sie zu viel Geld erfordern würden. Eine solche Reaktion ist angesichts der technologischen Kompetenz der Firma Uber überraschend. Darüber hinaus schließen einige Antworten einfach eine bestimmte Datenmenge aus. Beispielsweise sind die Geolokalisierungsdaten nicht älter als 30 Tage, was den Fahrer effektiv vom Zugriff auf seine Daten ausschließt, auch wenn Uber in seiner Datenschutzerklärung angibt, dass es Fahrerdaten sammelt und aufbewahrt, solange das Uber-Konto aktiv ist. Das US-Unternehmen spricht doppelzüngig. Schließlich nimmt Uber eine Haftungsbeschränkungsklausel zur Datensicherheit in seine allgemeinen Geschäftsbedingungen auf, was völlig im Widerspruch zum französischen und europäischen Recht steht. Diese Klausel ermöglicht es Uber, sich von einem möglichen Datenverlust oder -diebstahl zu befreien und überlässt es damit den Fahrern, die Datensicherheit zu verwalten, auf die sie nicht einmal Zugriff hat. Die Schlange beißt sich selbst in den Schwanz. Diese Verstöße gegen die RGPD sind nicht unbedeutend und können erhebliche Auswirkungen auf den Status der Uber-Fahrer haben. Es ist fraglich, ob sich Uber im aktuellen Kontext von Anträgen auf Neuqualifizierung als Arbeitnehmer für die Übermittlung bestimmter Daten entscheidet oder nicht. Dies ist eine große Herausforderung für diese Gruppenaktion, die den Fahrern den Zugang zu all ihren weitgehend identifizierbaren Wirtschaftsdaten ermöglichen soll. Für jeden der Verstöße wurden selbstverständlich Gerichtsvollzieherberichte erstellt, die im Rahmen dieser Gruppenaktion an die CNIL übermittelt werden. Daher wurde am Freitag, den 12. Juni 2020, eine Beschwerde bei der CNIL eingereicht, und zwar bei der unabhängigen Verwaltungsbehörde, die für die Untersuchung der Angelegenheit und die Befragung der Verantwortlichen für die Datenverarbeitung von Uber France und Uber Monde zuständig ist. Es sei auch darauf hingewiesen, dass sich die beiden für die Verarbeitung von Ubers Daten verantwortlichen Stellen nicht einmal auf nationalem Territorium befinden und ihren Sitz in den Niederlanden und den Vereinigten Staaten haben. Zur Erinnerung: Bei Verstößen gegen das RGPD kann die CNIL insbesondere das Unternehmen auffordern, den Anträgen des Betroffenen nachzukommen und ihnen nachzukommen, und eine Verwaltungsstrafe von bis zu 4% des weltweiten Jahresumsatzes auferlegen. Paris, 16. Juni 2020 – Uber-ne-respecte-pas-le-RGPD – (französisch, Ligue des droits de l’homme (France), “Uber entspricht nicht dem RGPD (DSGVO)”, 15. Juni)

  • Drittes Treffen Findungskommission PBefG…
    am 17. Juni 2020

    2020-06-17 Berlin: Am 19. Juni 2020 um 14 Uhr tagt im Verkehrsministerium, Invalidenstraße 44, die “Findungskomission” zum PBefG. Informationen zu den diskutierten “Eckpunkten” gibt es HIER. (deutsch, BMVI, “Third meeting of PBefG finding commission in Berlin, Minister Scheuer”)  

  • Uber expandiert ins Berliner Umland
    am 12. Juni 2020

    2020-06-12 Falkensee/Berlin: Fototermin am Rathaus Falkensee: E-Auto, FahrerIN mit Maske, Uber-Weigler, Bürgermeister-Müller – Pilotprojekt: passt zur Stadt, sagt der Bürgermeister. Ok, diesen Fototermin schnell eingetütet und auf zum nächsten. Erledigt? Nicht erledigt: Herr “Kompetenz und Leidenschaft“-Müller (SPD) wird sich der Frage stellen müssen, was für das begüterte Falkensee “rausgesprungen” ist dafür, dass ein bald bundesweit gerichtlich untersagter Fahrdienst nun auch in Falkensee sein Unwesen treiben darf – auch wenn er möglicherweise nur der Marketingstrategie von Uber auf den Leim gegangen ist, welche sich mit dem Narrativ “Pilotprojekt” und “Einvernehmlichkeit mit dem Bürgermeister” in den Schein des “Erprobungsverkehrs” stellen will, welcher ja angeblich das Klima retten soll. Falkensee hat nun also auch eine Taxisimulation in juristischem Treibsand. Eigenwirtschaftlichkeit? Laut Berliner Zeitung sei das “Engagement” gleicher Pilotprojekt-Art in Kirchheim bei München bis auf „homöopathische Beträge“ für Uber bislang profitabel gewesen. Sie reden es schön…. “Uber expandiert ins Berliner Umland“ (deutsch, Berliner Zeitung bei Twitter, “Uber expands into the hinterland of Berlin”)  

  • Daniel Melingo – Soy un Virus (feat. Enrique Symns)
    am 11. Juni 2020

    2020-06-11 Argentinien: Soy un Virus (feat. Enrique Symns) – Daniel Melingo, Oasis, 2020

  • NY hilft Uber und Lyft, “das System zu betrügen” und Fahrern den Beschäftigungsstatus zu verweigern, macht eine Klage geltend
    am 11. Juni 2020

    2020-06-11 New York: Knapp zwei Wochen alt ist der Bericht des “Gothamist”, wie sich die antihumanistische Sklavensystemfirma “Uber” selbst unter Pandemiebedingungen aus ihrer Verantwortung ihrer aus dem digitalen Off materialistisch erzeugten Opfergruppe gegenüber davonstiehlt, wenn es darum geht, das zu verschleißende Menschenmaterial finanziell am “Leben” für eine weitere, nachhaltigere, monetäre Verwertung zu erhalten. Das marktradikale Pack, welches sowieso nur deshalb existieren kann, weil es eben ein Staatskonstrukt als Basis hat, überläßt auch ebendiesem, seine zu verheizende Zielgruppe aus Imagegründen anstelle seiner mit Steuermitteln aufzupäppeln. Es ist durchaus erwähnenswert, daß Ubers langer, gieriger Arm zumindest im Jahre 2016 laut New York Times in persona von Frau Melissa DeRosa, ihres Zeichens Stabschefin von Gouverneur Andrew M. Cuomo reichte, die ihrerseits mit Matthew Wing verheiratet ist, der für Uber in Manhattan, wo er die Öffentlichkeitsarbeit für den Nordosten der Vereinigten Staaten beaufsichtigte und von Oktober 2011 bis Juni 2013 stellvertretender Kommunikationsdirektor für New York City und von Juni 2013 bis September 2014 Pressesekretär von Gouverneur Cuomo und später Kommunikationsdirektor für die Wiederwahlkampagne des Gouverneurs war. Den deutschen Käseglockenmedien mit dem Siegel “öffentlich-rechtlich” muß man einfach mal klarmachen, daß es befremdend kleinkariert ist, es dann, wenn es ihnen beliebt, dem gedungenen Vasallen für die Kolonie “Deutschland”, Christoph Weigler, der ein “General Manager Germany” sein soll und sich als digitaler “Green-beard” verkauft, zu so wichtigen Fragen, wie der Verkrüppelung eines seit Jahrzehnten bewährt fortschrittlichen Gesetzes, wie dem Personenbeförderungsgesetz auch noch vor die Kamera zu zerren und ihn infantile Plattitüden in den Äther jagen zu gestatten. Auch dieses seltsame “Deutschland” mußte in der Pandemiekrise den fachfremden Uberbots zwecks Aufrechterhaltung der strukturellen Gewalt finanziell unter die Arme greifen. Steuerausfälle durch die Nichtunterdrückung von Uber und ähnlicher Bots wie “freenow” gleich mit bilanziert. Wir geigten also diesen Artikel durch DeepL und korrigierten, wo es nötig war. Das leidige Thema wurde allerdings bereits am 26. März vom “Streetsblog USA” aufgegriffen – NY Is Helping Uber And Lyft “Cheat The System” And Deny Drivers Employment Status, Lawsuit Claims (englisch, Gothamist, “NY hilft Uber und Lyft, “das System zu betrügen” und den Fahrern den Beschäftigungsstatus zu verweigern, macht eine Klage geltend”, 27. Mai) NY hilft Uber und Lyft, “das System zu betrügen” und Fahrern den Beschäftigungsstatus zu verweigern, macht eine Klage geltend Wie Millionen seiner New Yorker Landsleute beantragte Doh Ouattara Arbeitslosenunterstützung, da die COVID-19-Pandemie täglich Hunderte von New Yorkern tötete und die Wirtschaft zum Stillstand brachte. Ouattara, der für Uber und Lyft fährt und drei Kinder hat, sagt, dass er seit Einreichung seines Antrags am 1. April noch immer keine Unterstützung vom Staat erhalten habe. “Ich habe seit fast zwei Monaten meine Miete nicht mehr bezahlt. Ich war auch fast zwei Monate lang nicht in der Lage, meine Versicherung zu bezahlen”, sagte Ouattara am Dienstag. “Ich habe auch Angst, weil ich ein Baby im sechsten Monat bekomme. Ich will nicht nach draußen gehen.” Als Ouattara Leistungen beantragte, teilte ihm das staatliche Arbeitsministerium mit, dass er keinen Anspruch auf die reguläre staatliche Arbeitslosenversicherung habe, da er technisch gesehen kein Angestellter der Ride-Hailing-Dienste sei. Stattdessen müsse er eine staatlich finanzierte Arbeitslosenunterstützung für Pandemien beantragen – eine erweiterte Leistung für arbeitslose Freiberufler während des Coronavirus-Ausbruchs im Rahmen des CARES-Gesetzes (Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security Act). Während die staatliche Arbeitslosenunterstützung in der Regel zwei bis drei Wochen in Anspruch nimmt, sind die PUA-Zahlungen an die Arbeitnehmer durchgesickert und liegen in einigen Fällen unter dem, was sie als reguläre Arbeitslosenunterstützung erhalten würden. Das CARES-Gesetz sieht auch vor, dass die PUA (Pandemic Unemployment Assistance),bis 2021 auslaufen. Anfang dieser Woche reichten Ouattara und die New York Taxi Workers Alliance eine Klage gegen Gouverneur Andrew Cuomo, das Arbeitsministerium und die Kommissarin des Ministeriums, Roberta Reardon, ein, weil sie ihre Arbeitslosenunterstützung nicht ausbezahlt hatten. Die Klage verweist auf ein Urteil aus dem Jahr 2018, in dem festgelegt wurde, dass Uber-Fahrer und andere “ähnlich beschäftigte” Fahrer als Angestellte eingestuft werden sollten, um sich für die traditionelle Arbeitslosenversicherung zu qualifizieren. Ein weiteres Gerichtsurteil von Ende März legte ebenfalls fest, dass Zustellhelfer für Postmates als “Angestellte” zu klassifizieren sind. “Das Arbeitsministerium hat weiterhin Anträge von app-basierten Fahrern auf Leistungen so behandelt, als seien sie unabhängige Unternehmer, was den Fahrern die Last aufbürdet, ihr Einkommen und ihren Beschäftigungsstatus nachzuweisen”, heißt es in der am Montagabend eingereichten Klage. Das Versäumnis, den Fahrern die traditionelle Arbeitslosenversicherung rechtzeitig zur Verfügung zu stellen, verstoße gegen die Klausel “bei Fälligkeit”, heißt es in der Klage. “Wir brauchen Uber und den Gouverneur, damit wir als Fahrer das Richtige tun, um das zu bekommen, was wir verdienen”, sagte Ouattara. “Wie sollen wir überleben?” Am Morgen, nachdem die Klage eingereicht worden war, erhielt Ouattara eine auffällig getimte E-Mail vom Arbeitsministerium, in der seine Pandemie-Leistungen für 182 Dollar pro Woche genehmigt wurden, Hunderte weniger als das, was er bei regulärer Arbeitslosigkeit von 504 Dollar pro Woche erhalten würde. Bis Ende Juli können New Yorker auch eine weitere wöchentliche Zahlung von 600 Dollar vom Staat für Coronavirus-Hilfe erhalten. “Es ist einfach skrupellos, dass das Arbeitsministerium im Grunde genommen weiterhin seine eigene Rechtsauffassung verletzt, um den Bedürfnissen dieser Unternehmen gerecht zu werden”, sagte Bhairavi Desai, Exekutivdirektor der Taxi Workers Alliance. “Dadurch, dass die Fahrer nicht unter regulärer staatlicher Arbeitslosigkeit behandelt werden, hat es für Männer und Frauen, die vor Beginn von COVID völlig arbeitslos waren oder bereits in Armut lebten, bedeutet, dass ihnen derselbe Zeitrahmen für diese lebensrettende Leistung verweigert wird wie allen anderen Arbeitnehmern, die nach demselben Gesetz als Angestellte eingestuft wurden, und hat die Armut in unserer Gesellschaft, einschließlich der Fahrer, verstärkt. Die Anwältin der Fahrer beim Rechtsdienst NYC, Nicole Salk, fügte hinzu, dass das Arbeitsministerium “einer Gruppe von Arbeitgebern erlaubt, das System im Wesentlichen zu betrügen”. Ein Sprecher des Büros von Gouverneur Andrew Cuomo, Jack Sterne, betonte den erweiterten Zugang zu Leistungen durch das PUA-Programm. “Während dieser Pandemie-Notlage haben wir Himmel und Erde in Bewegung gesetzt, um jedem einzelnen arbeitslosen New Yorker so schnell wie möglich seine Leistungen zukommen zu lassen – einschließlich der Uber- und Lyft-Fahrer, die nicht anders behandelt werden als jeder andere Arbeitnehmer und während dieser Krise schneller als die meisten anderen Staaten Arbeitslosenunterstützung durch das Pandemie-Programm erhalten”, sagte Sterne in einer Erklärung per E-Mail. Das PUA-Programm in NY wurde einer genauen Prüfung unterzogen, da einige Freiberufler fast zwei Monate lang keine Zahlungen erhielten. Die Cuomo-Administration hat den Bundesbehörden ein klobiges zweistufiges Verfahren vorgeworfen, das inzwischen gestrafft wurde; inzwischen sind mehr als 560.000 PUA-Anträge bearbeitet worden. Darüber hinaus können nach dem CARES-Gesetz PUA-Leistungen nach dem 31. Dezember nicht mehr ausgezahlt werden. “Als Ergebnis dieses raschen Handelns und dieser arbeitnehmerfreundlichen Politik haben 2 Millionen arbeitsloser New Yorker über 10 Milliarden Dollar an Leistungen erhalten – weit mehr als in jedem anderen Bundesstaat auf Pro-Kopf-Basis”, sagte Sterne. Er merkte an, dass die Frage, ob Fahrer nach dem Gesetz als “Angestellte” betrachtet werden, noch nicht geklärt sei, und verwies auf einen separaten Fall in der Berufungsabteilung des Obersten Gerichtshofs von New York. Uber sagte, es habe alle Verdienstdaten zur Verfügung gestellt, die der Staat angefordert habe – Daten, die erforderlich seien, um sicherzustellen, dass den Arbeitnehmern das traditionelle Arbeitslosengeld ausgezahlt werde – und die Einstufung der Fahrer als Angestellte bestritten, wobei es sich auf ein Bundesgerichtsurteil aus dem Jahr 2014 berief, das in der Berufung bestätigt wurde. Lyft bezeichnete die Klage als Ergebnis “besonderer Interessen”, die nicht daran interessiert seien, “was das Beste für die Fahrer ist”, und betonte, die Klage sei von einer Gewerkschaft organisiert worden. “Wir arbeiten mit DOL (Department of Labor) zusammen, um ihnen Zugang zu Verdienstdaten zu verschaffen, und tun alles, was wir können, um den Fahrern die Unterstützung zu geben, die sie verdienen”, sagte Lyfts Sprecherin Julie Wood. Lyft fügte hinzu, dass das Unternehmen bereit sei, die staatlichen DOL-Einkommensdaten seit dem letzten Monat zur Verfügung zu stellen, dies jedoch noch nicht getan habe, während das Unternehmen und das DOL einen sicheren Weg zur gemeinsamen Nutzung der Daten festlegen.

  • Uber wurde öffentlich für die Massenvernichtung von Scootern und Elektrofahrrädern kritisiert
    am 29. Mai 2020

    2020-05-29 North Carolina, USA: Ja, da müßte doch auch der Berliner Nachhaltigkeitsradverkehrssenatorin Fr. Günther das Herz bluten! Zumal sie erst kürzlich einer Anfrage des Bundestagsabgeordneten Hrn. Dr. G.Gysi so geantwortet haben soll, daß sie einfach nicht genug Personal hätte, um die Uber-Bots in und um Berlin hinreichend kontrollieren zu können. Natürlich kann Uber auch jetzt wieder mal für rein gar nix, denn verschrotten tun nur die anderen. Uber ist ja nur für’s Geldverbrennen und Gesetze und ordentliche Gerichtsurteile unterwandern zuständig. Da kratzt sich glatt der pöhse Iwan mit am Kopf. Und in Russland heißt es ja noch abwarten, bis das russische Uber, Yandex Taxi,  an die Börse geht. Auch da stellt sich die Frage der Profitabilität. War uns ein innerer Parteitag, das Teil mal schnell zu übersetzen: Uber vernichtet Tausende von Elektrofahrrädern und Elektrorollern im Wert von Millionen von Dollar, nachdem es sein Jump-Projekt verkauft hat, um sein anderes Lime-Startup zu entwickeln.Das Unternehmen entschied, dass die Veräußerung der nach dem Deal übrig gebliebenen Modelle weitaus rentabler wäre als deren Beibehaltung.Bilder von ihrer Zerstörung in einem Recyclingzentrum in North Carolina, die in sozialen Medien veröffentlicht wurden, verärgerten Amateure auf der ganzen Welt.Die Twitter-Benutzerin Emily Eros, die kürzlich ihr altes Fahrrad repariert hat, schrieb, dass es ihr wehtat, sich das obige Video anzusehen.Uber erwarb Jump für etwa 200 Millionen Dollar im April 2018 und versprach, seine Investitionen in Fahrräder und Roller im Dezember 2020 zu verdoppeln.Anfang dieses Monats investierte Uber 170 Millionen Dollar in Lime, das Jump absorbierte.Uber versuchte zu betonen, dass zwar viele Fahrräder und Roller recycelt werden, aber Zehntausende neuer Modelle in der Entstehung und Entwicklung sind.“Als Teil unserer jüngsten Vereinbarung erhielt Lime Zehntausende neuer Fahrrad- und Rollermodelle. Wir haben die Möglichkeit geprüft, die verbleibenden alten Modelle der Wohltätigkeitsorganisation zu spenden. Angesichts der vielen wichtigen Fragen wie Wartung, Verantwortung, Sicherheit und Mangel an Ladegeräten in Verbraucherqualität haben wir jedoch beschlossen, dass es am besten ist, diese zu entsorgen”, sagte der Vertreter von Uber. – Uber подвергся общественной критике за массовое уничтожение скутеров и электробайков – (russisch, finversia, “Uber wurde öffentlich für die Massenvernichtung von Scootern und Elektrofahrrädern kritisiert”)

  • Verkehrsminister fordern Rettungspaket für ÖPNV
    am 29. Mai 2020

    2020-05-29 Berlin: Die Verkehrsminister sind auch gleichzeitig die Verkehrsministerkonferenz. Als Unterabteilung des Bundesrates. Sie sind es, die sich von Lobbyisten haben belatschern lassen, den “kleinen P-Schein”, der eine Schwemme von Laienpersonenbeförderern zugunsten illegaler Mietwagenplattformen auslöste, bereits in 2017 einzuführen. Sie sind es, deren Untersektionen, wie dem AK ÖPV z.B., fleißig mit daran gearbeitet haben, wofür man das PBefG in deren Sinne zurechtschießen kann, wobei nicht einmal renommierten Journalisten auf Nachfrage ein Einblick in die Mitgliederliste gewährt wurde. Wir erinnern jetzt daran, weil das echte Taxigewerbe als Bestandteil des ÖPNV nicht erst seit der Coronakrise trotz bisher unveränderter Rechtslage schwere Umsatzverluste erleidet. Man darf gespannt sein, wer sich für die geforderten 2,5 Mrd. da berechtigt anstellt und welche gierigen Pranken sonst noch so aufgehalten werden. Stellt sich der “BVTM” da eigentlich auch mit an, um für die ehrlichen Taxiunternehmen eine Entlastung herauszuschlagen? Kann er das überhaupt? Up to date sein? Wir sind gespannt. – Verkehrsminister fordern Rettungspaket für ÖPNV (deutsch, Deutschlandfunk, “Transport ministers call for rescue package for local public transport”)

  • Musikvideo: Wer soll das bezahlen? – Jupp Schmitz (1949)
    am 29. Mai 2020

    2020-05-29 Wer in dem Lied nur anzuprangernden Sexismus sieht, versteht den Tiefgang des von uns gewählten Posts nicht. Jupp Schmitz war erstens u.a. ein Karnevalssänger und zweitens versucht man uns den Profit, von dem wir überleben wollen, für gleiche Leistungen in einem sexy-technologisch angehauchten Kostüm abzujagen. Es gehört nicht zu unseren Gepflogenheiten, unsere Musikauswahl zu erklären. Heute machen wir mal ‘ne Ausnahme. Denn die nächste Meldung folgt schon auf dem Fuße…

  • Pooling: Wer soll das bezahlen?
    am 29. Mai 2020

    2020-05-29 Berlin: Während sich der Pooling-Dumper “Berlkönig” vorgestern wie verlautbart dazu entschloss, in Berlin weiter unter Wasser zu fahren, wurde gestern bekannt, daß sein Müslikonkurrent “Clevershuttle” zunächst erheblich Federn lassen muß und sein Tätigkeitsgebiet auf Düsseldorf und Leipzig eingedampft wird. Ob nun bereits gebrauchte Toyota “Mirai” günstig zu ersteigern sind, teilte die DB offenbar nicht mit. Auch ist nicht klar, ob dies bereits der Beginn der im Sinne einer “Marktordnung” anstehenden Marktaufteilung ist. Von ihrem neuen Bundesgenossen “BVTM” dürfte jedenfalls weder Widerspruch noch Beifall zu erwarten sein.  Im Falle des ersten Pleiteprojektes wenden wir uns vehement dagegen, daß uns der Berlkönig immer noch Fahrgäste abspenstig machen können soll.  Eine Verzwergung von Clevershuttle ist nur natürlich, wird aber leider noch unsere Kollegen in vorbenannten Städten Geld und Nerven kosten. – Pooling: Wer soll das bezahlen? (deutsch, Twitter, “Pooling: Who will pay for it?”)

  • Tito’ Alvarez prangert Uber wegen Betrugs bei der Audiencia Nacional an
    am 22. Mai 2020

    2020-05-22 Madrid: Während man es in Deutschland für einen gelungenen Kompromiß hält, den Konzernen zu Kreuze zu kriechen und dasjenige Gesetz zu zerschießen, was sie zum Schutz des Taxigewerbes im Zaume hält, teilte am Mittwoch der Koordinator von Elite Taxi und Förderer des Taxiprojekts, Tito Álavarez, in einer virtuellen Pressekonferenz der Öffentlichkeit mit, daß der Kampf gegen die betrügerischen Gringos aus Übersee kraft des Gesetzes in die nächste Runde geht. Wir übersetzten einen Zeitungsartikel der “Crónica Global”: Der Koordinator des Taxi-Projekts verbündet sich mit Vosseller Abogados, um das Dotcom-Unternehmen des Betrugs am spanischen Finanzministerium in Höhe von fünf Millionen zu beschuldigen Alberto Tito Álvarez kehrt auf die Bühne zurück. Der Koordinator von Elite Taxi und Förderer des Taxiprojekts hat sich mit der Anwaltskanzlei Vosseller Abogados aus Barcelona verbündet, um Uber wegen Betrugs gegen die Staatskasse und gefälschter Dokumente anzuprangern. Das Schreiben wirft dem Vermittler im Transportsektor vor, fünf Millionen Euro Mehrwertsteuer hinterzogen zu haben, die in Spanien angeblich nicht bezahlt wurden. Es wurde bereits an die Anklagebehörde für Wirtschaftsverbrechen des spanischen Nationalgerichtshofs verwiesen. In einer virtuellen Pressekonferenz am heutigen Mittwoch, dem 20. Mai, haben Alvarez und Vertreter des katalanischen Büros darauf hingewiesen, dass “die Beschwerde bereits eingereicht worden ist. Warum? Uber benutzt ein Unternehmensschema mit betrügerischem Geist, so die gesammelten Beweise, um die Zahlung der Mehrwertsteuer in Spanien zu vermeiden und seine Gewinne an Unternehmen in den Niederlanden und dann an den Staat Delaware weiterzuleiten”, erklärte einer der Anwälte, eine Jurisdiktion “mit einem sehr günstigen Steuersystem”. “Uber entzieht sich der Zahlung von Steuern trotz eines Umsatzes von fast 50 Millionen Euro in Spanien”, hat der Anwalt die Ausfertigung mit einer Randbemerkung versehen. Zwei mutmaßliche Straftaten Wie rechtfertigen die Beschwerdeführer ihre schwerwiegenden Vorwürfe? “Uber bietet in Spanien einen Dienst mit etwa 5.000 Fahrzeugen an. Von jedem Transport erhält das Dotcom-Unternehmen eine Provision von 20% bis 30%. Dadurch wird ein Umsatz erzielt, auf den 10% Mehrwertsteuer anfallen. In den Jahresabschlüssen von Ubers Firma in Spanien seit 2014 sehen wir diese Zahlungen jedoch nicht wiedergegeben”, erklärten die Vertreter von Vosseller Abogados. Diese Klage, die die Anwälte für erwiesen halten, würde zu zwei Strafanzeigen passen. “Die 305 und 305 Wiederholung des Strafgesetzbuches”, erklärten die Anwälte. Dies sind die Arten von Verbrechen gegen das Finanzministerium, bei denen Anwälte die Grenzen der Strafbarkeit “in der verschärften Form” sehen. Zusätzlich zu diesen Straftaten gibt es auch einen Verstoß gegen Artikel 392 des Strafgesetzbuches, nämlich die angeblich falsche Dokumentation. Der Taxikrieg ist zurück Die Strafanzeige gegen Uber bei der Audiencia Nacional (Nationaler Gerichtshof von Spanien) schürt erneut den Taxikrieg in Spanien. Álvarez selbst hat die Struktur von Uber im Land “ein Netz” genannt und gewarnt: “Wir werden nicht aufhören, bis wir mit ihnen fertig sind, denn sie sind echte Technologie-Kriminelle. Ich sage es mit diesen Worten und ich übernehme die Verantwortung dafür”. Der Aktivist betonte, dass die kriminelle Aktion “Auswirkungen in ganz Europa haben kann, da auf diesem Kontinent das von uns erwähnte Netzwerk operiert”. Die Beschwerde von Álvarez und Vosseller Abogados gegen den Transportvermittler ist die zweite, die das Taxi-Projekt gegen diese Methode und Cabify aufgegriffen hat. Die erste, die 2019 eingereicht wurde, beschuldigte die beiden Unternehmen acht Verbrechen begangen zu haben, darunter massiver Betrug und Geldwäsche. Obwohl die Beschwerde von 2.000 Taxifahrern zunächst zur Bearbeitung zugelassen wurde, hat sie die Richterin María Tardón im Oktober 2019 abgelegt. ‘Tito’ Álvarez denuncia a Uber por fraude a la Audiencia Nacional (spanisch, Crónica Global, “Tito’ Alvarez prangert Uber wegen Betrugs bei der Audiencia Nacional an”, 20. Mai 2020)  

  • Konsortium des Grauens
    am 19. Mai 2020

    2020-05-19 Hamburg: Daß sich das Taxigewerbe in der Hansestadt viel besser auf die es kontrollierende Behörde beim Schutz vor illegalen Trashanbietern – anders als im Berliner Sumpf – verlassen kann, ist ein offenes Geheimnis. Daß in der SPD-regierten Hansestadt eine gschmäckliche Nähe zu VW und damit Moia besteht, ebenso. Ein Bundesverband, der auf vorzeitige Demenz seiner Profiteure und Rezipienten setzt, fliegt ergo auch im Norden auf. Eine Stellungnahme unserer Brothers-website zum umstrittenen “Appell” –  Konsortium des Grauens (deutsch, Die Klage, “Consortium of horror”)

  • Kollaborateure im Verbandskostüm
    am 18. Mai 2020

    2020-05-18 Berlin: Unter maximalem Zynismus und der üblichen Phrasendrescherei gieriger Konzerne, die nicht beweisen können, daß ihre “Produkte” gebraucht werden, geschweige denn auf einer soliden wirtschaftlichen Basis bestehen können, schlüpft plötzlich der bisherige Zentralverband, der auch das Taxigewerbe zu vertreten vorgab, mit ihnen unter eine Decke. Was für ein mickriger Verrat! Unsere Entgegnung aus Sicht des Taxigewerbes im Namen der Berliner Taxiinnung e.V. lesen Sie hier. – Kollaborateure im Verbandskostüm (deutsch, Taxi-Innung, “Collaborators in association costume”)Update 2020-05-20 :  Unsere Entgegnung aus Sicht des Taxigewerbes lesen Sie hier. – Kollaborateure im Verbandskostüm (deutsch, die Klage, “Collaborators in association costume”)

  • Stravinsky: The Firebird / Gergiev · Vienna Philarmonic · Salzburg Festival 2000
    am 16. Mai 2020

    2020-05-16

  • S-Bahn Privatisierung – Ausverkauf fest vereinbart
    am 13. Mai 2020

    2020-05-13 Berlin: Der neoliberal verseuchte rot-rot-grüne Berliner Senat zerschlägt also das seit rund Hundert Jahren zu Tageszeiten unschlagbar schnelle Verkehrsmittel S-Bahn und verhökert es an die Geldbesitzer. War davon etwa die Rede, als man sich ein “Mobilitätsgesetz” abrang? Sind Politiker überhaupt lernfähig? Die Zeitung “jungeWelt ” hat in ihrem Bericht Mühe, nicht doch heftig auf die PdL einzuschlagen. Privatisierung – Ausverkauf fest vereinbart (deutsch, jungeWelt, “Privatisation – sell-off firmly agreed, (9.5.20))

  • Michael Moore präsentiert: Planet of the Humans
    am 13. Mai 2020

    2020-05-13 USA: Neben der Rezession tauchte auch Jeff Gibbs’ von Michael Moore produzierter neuer Film “Planet of the Humans” auf. Weil er eh’ gerade in praktisch keinem öffentlichen Kino gezeigt werden konnte, stellte er ihn eben ins Netz. Eine interessante Doku, die uns Nachdenken macht, was denn ein “new green deal” eigentlich sein könnte. Komme uns keiner mit Zensursula, die noch nie etwas richtig gemacht hat, seitdem sie in “Politik” dilettiert. Aus dem Begleittext auf youtube. 7,6 Mio clicks. https://planetofthehumans.com/ “Michael Moore präsentiert Planet of the Humans, einen Dokumentarfilm, der zu sagen wagt, was niemand sonst an diesem Earth Day sagen wird – dass wir den Kampf verlieren, um den Klimawandel auf dem Planeten Erde zu stoppen, weil wir Führern folgen, die uns auf den falschen Weg gebracht haben – indem wir die grüne Bewegung an wohlhabende Interessen und das korporative Amerika verkaufen. Dieser Film ist der Weckruf für die Realität, vor der wir uns fürchten: Inmitten eines vom Menschen verursachten Aussterbens ist die Antwort der Umweltbewegung, auf Techno-Fixes und Pflaster zu drängen. Das ist zu wenig, zu spät.” (englisch, youtube -> um deutsche Untertitel zu erhalten: zuerst Untertitel einschalten (das Symbol neben dem Zahnrad unten rechts) und danach im Einstellungsmenü (Zahnrad) erst auf “Untertitel” und dann auf “automatisch übersetzen” – dort kann man “deutsch” auswählen)  

  • Ehemaliger Uber-Fahrer erhält Arbeitnehmerrechte
    am 12. Mai 2020

    2020-05-13 Lausanne, Schweiz: Die naturgemäß behäbigen, aber steten Mühlen der Justiz mahlen weiter gegen die asoziale Plündermafia “Uber”. Wir übersetzten kurzerhand einen Artikel von “24heures.ch” vom 28.4.20: Der Kantonsgerichtshof bestätigt eine Entscheidung des Arbeitsgerichts: Ein ehemaliger Fahrer der amerikanischen Marke hat mit sofortiger Wirkung Anspruch auf eine Abfindung bei ungerechtfertigter Entlassung. Sind die Fahrer von Uber an eine digitale Plattform angeschlossene Selbständige oder Angestellte eines Unternehmens? Darum geht es in dem Kampf, den ein ehemaliger Lausanner Fahrer der amerikanischen Marke führt. Er hatte von April 2015 bis zum 30. Dezember 2016 für den uberPop-Service gearbeitet, der es Laien ermöglichte, Kunden zu fahren. Der Fahrer war aufgrund negativer Bewertungen von der digitalen Anwendung ausgeschlossen worden und hatte rechtliche Schritte gegen eine Tochtergesellschaft von Uber, Rasier Operations B.V., eingeleitet, die nach Angaben des Konzerns nicht mehr in der Schweiz tätig ist. Im Mai 2019 hatte ihm das Gericht eine Entschädigung wegen ungerechtfertigter Entlassung mit sofortiger Wirkung, eine Einkommensentschädigung, berechnet über einen Zeitraum von zwei Monaten, und einen Betrag für nicht genommenen Urlaub in Höhe von insgesamt fast 18.000 Franken zugesprochen. Am 23. April 2020 bestätigte das Kantonsgericht das Urteil und wies die Berufung Ubers zurück. Sie hat jedoch noch keine Gründe für ihre Entscheidung angegeben. Die US-Gruppe hat 30 Tage Zeit, um dieses Dokument anzufordern und innerhalb eines weiteren Monats zu entscheiden, ob sie beim Bundesgericht Beschwerde einlegt oder nicht. Einen Präzedenzfall in der Schweiz schaffen Gemäss dem Anwalt des Fahrers, Rémy Wyler, haben die beiden aufeinanderfolgenden Urteile des Waadtländer Gerichts einen Präzedenzfall in der Schweiz geschaffen: “Das Urteil des Arbeitsgerichts und dann das Urteil des Kantonsgerichts beantworten eine Grundsatzfrage. Sie stellen die Existenz eines Arbeitsvertrags fest. Die Uber-Fahrer sind nicht selbständig, sie sind Angestellte”. Der Anwalt, der im Rahmen der Prozesskostenhilfe tätig ist, betont, dass es um mehr geht als um die Entscheidungen, die in diesem konkreten Fall getroffen wurden: “Die Folge ist die mit einem Arbeitsvertrag verbundene Zugehörigkeit des Fahrers zum betrieblichen Renten- und Sozialversicherungssystem. Es geht also um den gesamten Bereich des Sozialschutzes”. Eine Verlesung der Gründe für die kantonale Entscheidung wird die Tragweite des Urteils bestätigen oder nicht. Wenn sie tatsächlich den Betrieb der Anwendung als Ganzes betrifft – der Fahrer hat einige Sekunden Zeit, um die Fahrt anzunehmen, Uber legt den Fahrpreis fest und kassiert ihn, das Unternehmen erfasst und bearbeitet Kundenreklamationen – würde sie eine Verbindung der Unterordnung zwischen der Tochtergesellschaft des amerikanischen Konzerns und den Fahrern herstellen. Die Uber-Fahrer sind nicht selbständig, sie sind Angestellte”. Der Anwalt, der im Rahmen der Prozesskostenhilfe tätig ist, betont, dass es um mehr geht als um die Entscheidungen, die in diesem konkreten Fall getroffen wurden: “Die Folge ist die mit einem Arbeitsvertrag verbundene Zugehörigkeit des Fahrers zum betrieblichen Renten- und Sozialversicherungssystem. Es geht also um den gesamten Bereich des Sozialschutzes”. Eine Verlesung der Gründe für die kantonale Entscheidung wird die Tragweite des Urteils bestätigen oder nicht. Wenn sie tatsächlich den Betrieb der Anwendung als Ganzes betrifft – der Fahrer hat einige Sekunden Zeit, um die Fahrt anzunehmen, Uber legt den Fahrpreis fest und holt ihn ab, das Unternehmen erfasst und bearbeitet Kundenreklamationen – würde sie eine Verbindung der Unterordnung zwischen der Tochtergesellschaft des amerikanischen Konzerns und den Fahrern herstellen. Sie könnte auch für UberX-Dienste gelten, die von Berufskraftfahrern erbracht werden. Diese Analyse wird von der US-Gruppe nicht geteilt. Ihrer Ansicht nach können die Urteile der Waadtländer Gerichte nicht für andere Fahrer verallgemeinert werden. “Diese Entscheidung betrifft den besonderen Fall eines Fahrers, der die uberPOP-Option nutzt, ein Dienst, der 2018 in der Schweiz ausgesetzt wurde. Heute sind alle Fahrer, die die Uber-Anwendung nutzen, selbständige Berufskraftfahrer, die die Verbindung herstellen, wenn sie wollen, wann und wo sie wollen, bei voller Flexibilität. Wir werden uns die Zeit nehmen, diese Entscheidung zu studieren, um die möglichen Folgen abzuschätzen”, sagt ein Sprecher der Gruppe. – Un ex-chauffeur d’Uber obtient des droits d’employé (französisch, 24Heures.ch, Ehemaliger Uber-Fahrer erhält Arbeitnehmerrechte, 28.4.2020)  

  • Laut einer Studie schulden Uber und Lyft Kalifornien 413 Millionen Dollar an Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung
    am 12. Mai 2020

    2020-05-12 Neu auf taxi-innung.de: Übersetzung des Artikels Uber and Lyft Owe California $413 Million in Unemployment Insurance Taxes, Study Says von Edward Ongweso Jr, erschienen am 7. Mai 2020 auf vice.com

  • “Uber offenbart Verluste von 2,9 Milliarden Dollar im ersten Quartal…”
    am 8. Mai 2020

    2020-05-08 New York: 2,9 Milliarden Verlust trotz 3,54 Milliarden Umsatz im ersten Quartal 2020 und Uber ist sich nicht zu schade, zu behaupten, Corona sei die Ursache. Wir stauben aus diesem Anlaß mal wieder die Pokale im Regal ab (BGH, Köln, Frankfurt, München), stellen einen neuen dazu (Landgericht Düsseldorf untersagte kürzlich die Vermittlung via Uber-X) und fordern abermals die Exekutive auf, ihre Arbeit zu erledigen und dafür zu sorgen, dass Gerichtsurteile nicht weiter zur Makulatur verkommen. “Uber reveals first-quarter losses of $2.9 billion because of the coronavirus…” (englisch, Bloomberg, “Uber offenbart Verluste von 2,9 Milliarden Dollar im ersten Quartal wegen des Coronavirus…”)

  • Übersprunghandlung aus dem Hause Scheuer
    am 24. April 2020

    2020-04-24 Berlin: Während das Taxigewerbe offenbar mit den Verhandlungen um sein Überleben nicht weiterkommt, während angestellte Taxifahrer auf KuG 0 ihre Wände mit “unbürokratischen” Formularserien der Repressionsbehörde “Jobcenter” tapezieren könnten und ihre verbliebenen Vertreter anstelle schlagkräftiger Gewerkschaften stattdessen lieber den Lieferantenlimbo mittanzen, gibt das Verkehrsministerium bekannt, dass “Menschen, die in systemrelevanten medizinischen Einrichtungen wie Kliniken, Pflegestationen oder Corona-Testlaboren arbeiten, schnell und unbürokratisch unterstützt” werden sollen. Das Mittel der Wahl ist ein Budget von 10 Millionen Euro zur, für diese Menschen kostenfreien, Nutzung von Mietwagen (ohne Fahrer). Geförderter Mietzeitraum pro Person maximal 1 Monat. Scheuer O-Ton: “Eine echte Win-Win-Situation für medizinisches Personal und Wirtschaft”. 10 Millionen in Umsatz für Autoverleihfirmen umgewandeltes Steuergeld . Unterm Corona-Schirm versagt also auch das BMVI und macht lieber auf  charity-winwin-baby! Wie war das nochmal mit der Daseinsvorsorge? Abgehakt.  (deutsch, Bundesverkehrsministerium, “BMVI subsidizes free rental cars for medical personnel”)  

  • Die Welt in Zahlen
    am 24. April 2020

    2020-04-24 Die Welt: Zahlen stehen ja gerade hoch im Kurs. Hier ein paar mehr, zum Beispiel um den Rahmen besser abschätzen zu können…  Worldometer – real time world statistics. (international, worldometer)

  • Der Preis der Freiheit by Monophonist, Köln (2018)
    am 20. April 2020

    Über die Freiheit der praktischen Unvernunft by MONOPHONIST

  • Ride-Pooling-Dienste und ihre Bedeutung für den Verkehr
    am 19. April 2020

    2020-04-19 Hamburg/Berlin: Wer kennt das nicht: man möchte etwas wissen, also fängt man an zu forschen respektive zu denken. Nicht immer führt das zum gewünschten Erfolg. Lesen Sie selbst auf dieklage.de: Das Märchen vom Ride-Pooling-Innovateur, der auszog, um sich seine Ideen schön zu rechnen und es “Studie” nannte.Protagonisten (unter anderen): Eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung, ein Dienstleister für Mobilitätslösungen, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Mercator-Stiftung und ein Soziologe. (deutsch, dieklage.de, about “Ride-pooling services and their impact on transport”)

  • Musikvideo: Noir Désir – A L’Envers A L’Endroit (2016)
    am 11. April 2020

    2020-04-11

  • Corona-Krise Mindestabstand im Taxi
    am 27. März 2020

    2020-03-27 Berlin: Bitte der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe an die  Taxigewerbevertretungen in Berlin Angesichts der aktuellen Corona-Krise und der zwingenden Notwendigkeit zu jeder Zeit einen Mindestabstand einzuhalten,(…) wollten wir Sie gern darum bitten, Ihre Mitglieder dahingehend dringend zu sensibilisieren und für den Moment von einer Beförderung mehrerer Personen in einem Fahrzeug abzusehen. Nur mit der konsequenten Einhaltung der Abstandsregelung kann die weitere schnelle Ausbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden. Mit besten Grüßen Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und BetriebeReferat III B – Digitalisierung, Mobilität, Gesundheitswirtschaft, Medien und Kreativwirtschaft III B 31 – Mobilität – Corona-Krise Mindestabstand im Taxi  Link wurde entfernt (deutsch, Taxiverband Berlin Brandenburg (TVB))

  • MOIA shutdown
    am 20. März 2020

    2020-03-20 Hamburg: Wie unsere Brotherswebsite “Die Klage” nicht ohne Hinweis auf “öffentliche Verkehrsinteressen” vermeldet, stellt “MOIA” seinen Betrieb ab 1. April in Hamburg und Hannover “vorübergehend” ein. – MOIA shutdown (deutsch, Die Klage)

  • Monaco bestätigt Verbot von Uber
    am 12. März 2020

    2020-03-12 Monaco: Es ist nur ein kleines Fürstentum und somit eine kleine Meldung. Aber „Angesichts des Anstiegs der Zahl der Fahrzeuge des Typs “UBER” auf monegassischem Gebiet, und dies ohne jegliche Betriebsgenehmigung und ohne den in Artikel 45 der Souveränen Verordnung Nr. 1.720 für ausländische Fahrzeuge vorgesehenen Aufkleber, hat die Regierung von Monaco beschlossen, eine spezifische Regulierungsmaßnahme für diese Tätigkeit zu ergreifen, um das Verbot dieser Art von Dienstleistungen auf dem Gebiet formell zu bestätigen“. (…) „Die Regierung von Monaco möchte daher die Nutzer dieser Art von Plattformen auf die betrügerischen Aktivitäten dieser Fahrer in Monaco aufmerksam machen und weist darauf hin, dass die Akteure des Fürstentums in diesem Bereich, nämlich Taxis und große Lieferfahrzeuge mit Fahrern, mehr als 220 Fahrzeuge zusammenfassen, die rund um die Uhr im gesamten Gebiet zur Verfügung stehen“. Warum sie sich allerdings nochmals mit “Vertretern” dieser mafiösen Firma zu Gesprächen “in Verbindung” setzen wollen, finden wir unnötig. Verbieten, verfolgen, ahnden! Das ist die Sprache, die Uber versteht. Vielleicht wollen sie denen ja doch noch ihre “Plaketten” verkaufen? – Mesures d’interdiction pour les véhicules de type « UBER » en Principauté (französisch, Regierung von Monaco – Fürstentum Monaco, “Maßnahmen zum Verbot von Fahrzeugen des Typs “UBER” im Fürstentum”, 11. März)

  • Taxibusiness in der Hauptstadt kam vergangene Nacht fast zum Erliegen
    am 12. März 2020

    2020-03-12 Berlin: Wir reden bislang nicht über Themen, von denen wir nichts verstehen. Dazu gehört ganz klar das Fachchinesisch der Bio-Chemiker und Virologen. Wir stellen prompt zwei vielleicht wichtige links heraus. Dazu gehört die Übersichtsseite der “Arbeitsagentur” wegen “Kurzarbeitergeld – Informationen für Arbeitgeber” und die echt kompliziert zu lesende und zu verstehende Ausarbeitung im “Merkblatt Kurzarbeitergeld – Informationen für Arbeitgeber und Betriebsvertretungen“. Durchhalten und noch mehr Druck machen ist die Devise! Echt schade, daß gerade auch die Freiluftveranstaltungen nicht respirieren können. Diesmal ist Vernunft angebracht und nicht politisch verbrämt.

  • Anschreiben des Frankfurter Taxirings an BundestagspolitikerInnen
    am 11. März 2020

    2020-03-11 Wie uns gestern ein Mitarbeiter des Frankfurter Taxirings mitteilte, hat dieser ein Anschreiben an die MdBs Ulli Nissen (SPD) und Janine Wissler (PdL) abgesandt. Eigentlich bräuchten diese wahrscheinlich gar nicht mehr einen solchen Hinweis, da sie wahrscheinlich längst verstanden haben, worum es in diesem Abwehrkampf geht und dem Taxigewerbe längst Unterstützung leisten. Weil es aber Querschlägereien aus der Taxipresse gab und die Bezahlpresse nebst “öffentlich-rechtlichen”, wie z.B. dem Berlin/Brandenburger “RBB”, der sich nicht mal entblödete, den Lampenputzer und wahrscheinlich klammheimlichen Sklavereibefürworter Mohnke vor seine Kameras zu zerren, die “Botschaft” nicht einheitlich und damit nicht klar genug hätte aufnehmen können, um die Öffentlichkeit zu erreichen, haben die Frankfurter Kollegen nochmal die rechtlichen Aspekte und humanistisch geregelten Grundwerte der Republik im Hinblick auf den kapitalistischen, marktradikalen Unfug, der leider auch im deutschen Bundestag teilweise fröhliche Urständ feiert, in diesem Anschreiben zusammengefasst. Wir hier als KollegInnen sind der Meinung, daß nicht nur das Taxigewerbe vorgeschoben gebrochen werden soll, sondern die Republik. Minister und Entscheider, die den marktradikalen Unfug unterstützen, sind als verfassungsfeindlich einzustufen. Der volkswirtschaftliche Schaden, den diese anrichten, lässt sich bereits klar in kapitalistischer Zählweise berechnen. Hinfort mit diesen Abtrünnigen! Es kann nicht sein, daß Staatsvertreter einer Republik wegen der dahinschmelzenden Kriegskasse von egoistischen Marodeuren republikanische Grundsätze verraten! Weil der Kollege uns kontaktierte, entschieden wir in gemeinsamer Absprache, das Anschreiben öffentlich zu machen. Die Kundgebung findet jedenfalls am 13. März auf dem Römerberg, Frankfurt/a.M. statt. Das wisst Ihr aber schon, weil es sehr gut ist, daß wir eine “Taxipresse” haben! UPDATE: Die Kundgebung wurde abgesagt, ein Ersatztermin wird rechtzeitig angekündigt. Der Taxiverkehr ist mit einem Beschluss vom Bundesverfassungsgericht als ein zu schützendes Allgemeingut eingestuft worden. Der Taxiverkehr ist Daseinsvorsorge.Der Taxiverkehr unterliegt der hoheitlichen Gewalt.Die hoheitliche Gewalt mit den wichtigen und notwendigen Merkmalen der Verwaltungsakte, mit gesetzlich vorgegebener Klarheit, sind wichtige Voraussetzungen bei der verantwortungsvollen Personenbeförderung. Die bestehenden Personenbeförderungsgesetze und die Taxiordnungen beinhalten unter anderem auch die Marktverhaltensregeln. Die Straßenverkehrsordnungen gehören auch dazu. Die öffentliche Sicherheit und Ordnung kann nur der Staat garantieren.Die besiegelten, von den Behörden ausgestellten Genehmigungsurkunden, garantieren bis heute für den Taxiverkehr. Die Aufsicht über den Verkehr mit Taxen und über die Personenbeförderung im Rahmen der Personenbeförderungsgesetze hat die vollziehende Behörde. Der allgemeine Schutz des wichtigen Verkehrs mit Taxen ist gewährleistet. Die hoheitlichen Vorgaben, wie zum Beispiel Tarif – Beförderungs – und Betriebspflicht, haben sich jahrzehntelang im allgemeinen Interesse bewährt. Die ausgewogene Tarifgestaltung, die eine Eigenwirtschaftlichkeit für die Taxiunternehmer ermöglicht, ist im Einklang mit dem Gemeinwohl und unterliegt der Behörde. Eine unkalkulierbare Preisgestaltung bei der Beförderung ist für alle ausgeschlossen. Die Bonität der Unternehmen, die Zuverlässigkeitsvoraussetzungen und der Zugang zu der verantwortungsvollen Personenbeförderung der Taxifahrer basieren auf den gesetzlichen Vorgaben und Kriterien. Die Voraussetzungen werden ständig geprüft und sind jederzeit gewährleistet. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass durch den politischen Willen und durch politisch wirksame Kräfte Einiger der bestehende Taxiverkehr immer mehr in Frage gestellt wird. Wird hier nicht schon durch den politischen Willen die Rechtslage ignoriert und durch die Akteure ausgehöhlt? Das bestehende und gültige Personenbeförderungsgesetz §49, mit der eingebundenen und sehr genauen Beschreibung der Rückkehrpflicht für Mietwagen, wird von diesen schon jetzt missachtet und unterlaufen. Verstöße gegen die Rückkehrpflicht sind in ganz Deutschland flächendeckend bewiesen, dokumentiert und allgemein bekannt. Gerichte müssen sich jetzt damit befassen. Wie ist in diesem Zusammenhang die wichtige persönliche Zuverlässigkeit der Personenbeförderer zu bewerten, wenn schon jetzt gegen die Rückkehrpflicht verstoßen wird? Die vielen Urteile der Gerichte werden von den Beklagten (Konzernen) immer wieder mit leicht abgewandelten Geschäftsmodellen unterlaufen und nachgebessert. Die Prozesse können Jahre dauern. Die Konzerne sind in den Beförderungsmarkt massenweise bei bestehender Rechtslage (z.B. §49) eingedrungen, obwohl die rechtlichen Grundlagen nicht vorhanden sind. Diese mehr oder weniger kontrollierte Praxis geht zu Lasten der Wirtschaftlichkeit aller Beförderer! Letztendlich sind die Existenzen der vielen Taxiunternehmer und Fahrer in Deutschland gefährdet.Wo ist die besiegelte Aufsicht der Behörde? Wo ist der schutzwürdige Verkehr mit Taxen geblieben?Die politisch Verantwortlichen sind nicht mehr in der Lage der Sache zu begegnen.Die angepriesenen, sogenannten innovativen Konzepte sind nicht zu erkennen. Die innovativen Konzepte bei der Fahrtenvermittlung (App) sind keine wirklich technische Erneuerung und beim Taxiverkehr schon seit Jahren in der Praxis etabliert. Mittlerweile gibt es im bestehenden Taxiverkehr viele Anbieter. Die fahrgastnahe Vermittlung und Beförderung hatte schon immer, solange es Taxi gibt, eine Priorität. Die Beförderung mit dem sogenannten Sammeltaxi hat es schon vor 30 Jahren gegeben und ist nichts Neues. Taxiverkehr ist ein wichtiger Individualverkehr und sollte es auch bleiben. Mit der Beförderungs- und Tarifpflicht ist die Daseinsvorsorge und der Schutz aller gewährleistet. Der im großen Stil vielversprechende und verlockende Markt der Personenbeförderung, mit den sogenannten innovativen Konzepten wird immer mehr vorangetrieben. Will man den hoheitlich eingerichteten und beaufsichtigten Taxiverkehr opfern für eine Personenbeförderung, die zum Beispiel abhängig ist von der Gewinnoptimierung börsennotierter Konzerne. Wer garantiert für die individuelle Beförderung des einzelnen Fahrgastes (Daseinsvorsorge)? Die Beförderung von Fahrgästen darf nicht im Ermessen eines Konzerns liegen, bei dem die Gewinnmaximierung das unternehmerische Handlungsmotiv ist. Mit Rabattaktionen sind die Konzerne in den Markt der Personenbeförderung eingedrungen um diesen zu beherrschen. Dieses führt schon jetzt zu Wettbewerbsverzerrungen zugunsten der großen Akteure und festigt immer mehr die beherrschende Vormachtstellung der Konzerne auf dem Markt. Das Marktangebot der Beförderer, einschließlich Taxi, darf nicht abhängig sein von Konzernen oder dem freien Markt überlassen werden. Eine Preisdiktatur darf es nicht geben.Die Selbstregulierungsmechanismen des Marktes sind nicht mehr kalkulierbar und greifen nicht.Das Entstehen von wirtschaftlichen Vormachtstellungen muss verhindert werden. Der Taxiverkehr wird in Deutschland von ca. 150000 Menschen ausgeübt. Seit Jahrzehnten sind viele Taxifahrer, vor allem auch die mit Migrationshintergrund, dem Taxigewerbe mit Dankbarkeit verbunden. Für sie war und ist es die Möglichkeit, ihre Existenz und damit ihren Lebensunterhalt in hoheitlich geordneten Verhältnissen zu sichern. Perspektivisch wird sich daran nichts ändern. Diese Perspektiven dürfen den vielen Menschen nicht genommen werden. Sie dürfen nicht dem Risiko ausgesetzt werden. Schon jetzt sind Unsicherheit und Existenzängste die ständigen Begleiter bei der Berufsausübung. Die gesamte Personenbeförderung darf nicht zu einem unüberschaubaren Pilotprojekt werden, bei dem es Opfer gibt!Der politische Wille ist nicht erklärbar. Der Verbraucher und alle Beteiligten müssen geschützt werden vor wirtschaftlichem Machtmissbrauch. Die politisch Verantwortlichen sollten schon zum jetzigen Zeitpunkt und bei den jetzigen Entwicklungen und Bedingungen erkennen, dass die Verhütung des Missbrauchs wirtschaftlicher Machtstellung, im Interesse aller notwendig ist, bevor es zu spät ist.  

  • Schützenhilfe für Taxibranche
    am 29. Februar 2020

    2020-02-29 Berlin: Nicht ganz, Herr Freutel. Mit den im Umland angemeldeten Mietwagen dürften es bereits über 4000 sein. Diesen Versuch einer Hinhaltetaktik vonseiten der Verkehrssenatorin lehnen wir ab. Längst hätte sie etwas tun müssen und können.  Mit »langem, langem Nichtstun hat man einer Schwemme an Mietwägen und Anbietern Vorschub geleistet«, beklagte er am Dienstag im Gespräch mit jW. Hauptursachen wären ein ausgeprägter »Kontrollmangel« infolge des Personalnotstands in der Verwaltung und ein »Verantwortungswirrwarr«, bei dem sich drei Senatsstellen gegenseitig in die Quere kämen. (…) In Berlin verstopften dagegen inzwischen über 3.000 buchbare Fahrzeuge von mehr als 500 Anbietern die Straßen. »Dieser Verkehrskollaps ist hausgemacht«, bekräftigte der Verbandschef. – Schützenhilfe für Taxibranche (deutsch, junge Welt, „Support for the taxi industry“, 27. Februar)

  • Update vom Update
    am 25. Februar 2020

    2020-02-27 Berlin: Der Text, der hier stand, ist obsolet geworden. Wir danken der Taxi Gruppe Berlin für ihre Umsichtigkeit und für ihren positiven Willen, die Reihen zu schließen. Nur alle gemeinsam sind wir eine starke Stimme! Für den Erhalt unserer Existenzen! Gegen den absurden Griff der Geldbesitzer und Konzerne nach unserem Lebenserhalt! Für das Wachrütteln der Politischen Klasse! In Berlin wird manchmal gestritten, aber es wird sich auch wieder vertragen. Das macht Menschlichkeit aus. Alle  Argumente des Gegners konnten bis jetzt international zerlegt werden.   Er ist nicht freiheitlich.  Er ist nicht sozial. Er ist nicht wirtschaftlich. Er ist nicht modern. Er ist noch nicht mal umweltfreundlich. Er ist ein mieser Revisionist, der die sozialen Errungenschaften und positiven Erfahrungen damit wieder ins Sklavenzeitalter zurückdrehen will! Senden wir also gemeinsam ein Signal aus Berlin in die Republik, daß das Taxigewerbe gemeinsam ohne wenn und aber kämpfen kann! Wir stehen mit der Taxi Gruppe Berlin!    

  • Gesaffelstein – Pursuit (2013)
    am 22. Februar 2020

    2020-02-22 Weil mal wieder “Berlinale” ist…. 2013 Parlophone / Warner Music France, a Warner Music Group Company Performance: Gesaffelstein Mastering Engineer: Simon Davey Composer, Lyricist: Mike Levy

  • Vince Staples – Señorita (2015)
    am 22. Februar 2020

    2020-02-22

  • Moia entlässt in Hamburg 100 Festangestellte, sucht stattdessen 450€ Jobber
    am 22. Februar 2020

    2020-02-22 Hamburg: Wie unsere Partnerseite berichtet, wird nun die vom VW-Chef bereits angekündigte Kostenbremse angezogen. Details entnehmt ihr bitte dort. – Machtlos bei Moia (deutsch, Die Klage, “Powerless with Moia”)

  • Uber-Gringos zurück in Kolumbien: Taxigewerkschaft kündigt Streik an
    am 22. Februar 2020

    2020-02-22 Bogotá, Kolumbien: Das investigative kolumbianische Nachrichtenmagazin “Semana” schrieb gestern dazu: Taxifahrergewerkschaft will landesweit streiken Die Entscheidung wurde nach der Nachricht von Ubers Rückkehr in das Land getroffen. Alle Gewerkschaftsführer würden nach Bogotá kommen, um zu protestieren.Die Rückkehr Ubers in das Land löste eine Reihe von Reaktionen aus. Einige Nutzer konnten ihre Freude darüber nicht verbergen, dass sie wieder auf die Plattform zählen konnten, aber andererseits kamen die Nachrichten nicht gut an. Schon sehr früh sprach Hugo Ospina, Präsident des Verbandes der Taxibesitzer und -fahrer (APTC), darüber. In einem Interview mit Semana verglich Ospina Uber “und alle Plattformen” mit der ELN-Guerilla, sagte er, “weil sie gegen das Gesetz verstoßen”. Er versicherte auch, dass “er sich von Präsident Duque verraten fühlt”.Später versicherte er in einem Video, dass die Taxifahrer in den nächsten Tagen streiken werden, weil sie die Rückkehr der Plattform als “Angriff der Kongressabgeordneten” betrachten.“Heute sollten wir ruhig bleiben, damit sie morgen nicht sagen, dass wir diejenigen sind, die auf den Straßen der Hauptstadt Chaos verursachen”, sagte Ospina in derselben Erklärung. Er fügte hinzu, dass der Streik landesweit stattfinden wird, so dass alle Führer dieser Gewerkschaft an diesem Tag nach Bogotá kommen können.Estefanía Hernández, die Managerin von Taxis Libres, sagte im Radio, dass sie nicht glaubt, dass ein Streik die Lösung sei, sondern dass sie auch nach einem Weg suchen, um gegen die Rückkehr von Uber in das Land zu protestieren.Ubers Antrag war am 31. Januar in Kolumbien eingestellt worden. Sein Abgang erfolgte inmitten von Spannungen zwischen der nationalen Regierung und mehreren Gewerkschaften, die sich an dem nationalen Streik beteiligt hatten, der am 21. November 2019 seinen ersten Tag hatte.Nach der damaligen Änderung des Diskurses der Taxifahrer und ihrer Weigerung, die Demonstrationen gegen Präsident Duque zu unterstützen, kam in einigen Bereichen die Theorie auf, dass die Taxifahrer mit dem Präsidenten vereinbart hatten, die Plattform zu verlassen, um sich im Gegenzug nicht an den Protesten zu beteiligen, doch sowohl der Präsident als auch die Superintendentin haben diese Vorwürfe zurückgewiesen.Die Abwesenheit von Uber dauerte jedoch nur 20 Tage, da an diesem Donnerstagmorgen die Inbetriebnahme der US-Verkehrsvermittlung die Rückkehr der Plattform in das Land mit einem neuen Modell und neuen Funktionen ankündigte. Das neue Modell, das zeitlich begrenzt ist, ermöglicht es den Nutzern, ihr Ziel durch die Anmietung eines Autos mit Fahrer zu erreichen. “Wie? Indem wir einen Vertrag über unsere Anwendung mit einem einzigen Klick annehmen”, sagt das Unternehmen, das in mehr als 70 Ländern vertreten ist. Sie führten auch fünf neue Dienstleistungen ein, darunter die stundenweise Anmietung eines Fahrzeugs. – Gremio de taxistas irá a paro nacional (spanisch, Semana, “Taxifahrergewerkschaft will landesweit streiken”)    

  • Taxidemos in Berlin und Hamburg gegen staatlich gedeckte Konzernwillkür
    am 22. Februar 2020

    2020-02-22 Taxifahrerproteste in Hamburg und Berlin: Zwei Stadtstaaten, ein gefallener Groschen. Kein Grund, sich durch Spaltungsversuche seitens der “Springer SE”, die mit ihren Aktienankäufen seit Ubers Börsengang im letzten Mai vermutlich ordentlich unter Wasser geraten ist, auseinanderdividieren zu lassen. Springers angemottetes Bewußtseinsmanagement ist von Gestern.  Die “Soziale Marktwirtschaft”, diese seit der Agenda 2010 längst zu Schanden gerittene Chimäre geistert zwar noch in den Köpfen – auch eines Redners auf der Demo vorm Roten Rathaus – herum, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Der Éklat besteht jedoch längst schon im korporativen Verhalten der politischen Klasse und deren untergebener Verwaltungshierarchie. Der Kuschelkurs mit neokonservativen Unternehmensberatungen, das Beklagen dieses Undings eines “Gewährleistungsstaates”, der Ausverkauf staatlicher Obliegenheiten an Konzerne, deren Besitzer vor Liquidität kaum laufen können. Das ist die Gangart des sich als “Mitte in grünem Nebel” gerierenden rechten Randes von CDU/CSU über FDP und Grüne bis hin zur AFD. Marktradikalismus pur und maximale Heuchelei. Es ist ein böses Erwachen bei den seit Jahrzehnten altgedienten Einwanderern, daß nach dem “Jede/Jeder kann es schaffen” auf dem scherbenübersäten Tortenboden der verlogenen Staatsräson eine neue rechtlose und total überwachte, ferngesteuerte Sub-Paria-Klasse eingezogen werden soll, was Erstere die Existenzgrundlage kosten wird. Wenn sich vorgebliche Antagonisten wie ein Özdemir und ein Scheuer gegenseitig versichern, eine “Verkehrswende” auf den Weg zu bringen, dann wissen alle, daß an einer neuen Geldpeitsche für’s Gevolk gebastelt wird. Die Berliner Senats-SPD und Senats-PdL tun genau das Richtige und drängen den Fuß von Daimler Benz und ViaVan aus dem Türrahmen der Daseinsvorsorge heraus und verweigern der unwirtschaftlichen Konzernutopie das sauer verdiente Geld der Steuerzahler. Die SPD kann gerade jetzt nur gewinnen, wenn sie denn auch ihre Beteiligungen an “Clever-Shuttle” in Leipzig und Dresden annuliert.   Die Hamburger Kollegen, die, wenn vielleicht auch nicht in Bezug auf Moia, so doch im Bezug auf Uber und Freenow-Mietwagen-Geschehen einen gewissen Rückhalt durch die Verkehrsbehörde geniessen, forderten Daimler auf, von den illegalen Geschäftspraktiken abzulassen: In Berlin fehlt dieser Rückhalt völlig, hier ist das Personenbeförderungsgesetz vollends zur Makulatur degeneriert. Hier braucht es einen Weckdienst für die Politiker, die Behörden, die Öffentlichkeit. Regierung und Verwaltung haben das Interesse an ihrem Arbeitsgebiet offenbar verloren, wenn sie es denn jemals hatten. In Gesprächen mit dem Taxigewerbe zeigen sich die Allermeisten verständnisvoll, zu Taten führt dies allerdings nicht. Auch der Bundesverband für Taxi und Mietagen e. V. zeigt sich der Taxitimes gegenüber verständnisvoll: “Dass es jetzt zu solchen Kundgebungen kommt, ist Ausdruck der Existenznot unserer Kolleginnen und Kollegen, für die wir ausdrücklich größtes Verständnis haben.” Distanziert verständnisvoll. Warum nicht ein Satz wie “Existenznot…, wegen der wir Politik und Behörden eindringlich auffordern, endlich ihren Aufgaben nachzukommen.”?Herr Oppermann (Bundesverband) gibt die Antwort: „Es handelt sich nicht um eine Kundgebung des Verbands oder der im Bundesverband organisierten Verbände, da wir derzeit in einem intensiven politischen Dialog zur künftigen Marktordnung stehen und diesen konstruktiv weiterführen wollen“. Welches Wort passt nicht zu den anderen? Marktordnung?Die Solidarisierung im Vorfeld mit dem Protest von Taxifahrern und Taxiunternehmern hätte also ein Hindernis für konstruktives Weiterverhandeln dargestellt? Was verhandelt der Bundesverband in unserem Namen? Öffentlichkeit tut Not. Die Kombination von fehlender Kommunikation zur Basis und Verhandlungen über eine “Marktordnung” wirft die Frage nach der Bedeutung des Wortes “Interessensvertretung” auf. Vielleicht also, statt über Marktordnung, mal über geltendes Recht und dessen Umsetzung nicht verhandeln, sondern diese einfordern?! Und währenddessen noch mal über den Unterschied zwischen Marktordnung und Daseinsvorsorge nachdenken.  

  • Labour-geführter Stadtrat von Birmingham verlängerte Lizenz für Uber
    am 19. Februar 2020

    2020-02-19 Birmingham, England: Ist uns unter anderem vorletzte Woche durch die Lappen gegangen. Nach der vorhergegangenen, hoffnungsfrohen Ankündigung, die Lizenz für Ubers zweitwichtigsten Markt in England solange nicht zu verlängern, bis die Londoner TfL darüber entschieden hat, ob Uber denn nun “fit und proper” sei, ist der von Labour geführte Stadtrat von Birmingham bereits am 9. Februar umgekippt und hat die Lizenz für zunächst zwölf Monate verlängert. Weiter freie Fahrt für Dilettanten. – Uber Birmingham: Taxi app firm has licence renewed (englisch, BBC, “Uber Birmingham: Taxi-App-Firma bekommt Lizenz erneuert”, 10. Februar)

  • Frederick Delius – A Mass of Life (1904/05)
    am 16. Februar 2020

    2020-02-16 Eine Messe des Lebens (1904/05) für Solisten, Chor und Orchester (engl. A Mass of Life) • Bournemouth Symphony Orchestra and the Bach Choir conducted by David Hill

  • Investoren treten auf die Bremse bei Automobilneugründungen: Der Eifer für selbstfahrende Technik kühlt ab
    am 14. Februar 2020

    2020-02-14 Detroit: Wir haben, so gut es ging, keine Möglichkeit ausgelassen, auf Artikel hinzuweisen, die deutliche Zweifel an der schnellen Entwicklung des “autonomen Fahrens” anklingen ließen. Man gebe in unserer Volltextsuche einfach mal “autonom” ein… Unvergessen auch der ikonenhafte Schnappschuß des französischen “Business Insider” vom April letzten Jahres, als die wissenschaftliche Leiterin von Ubers ATG, Raquel Urtasun, eingestand, daß es mit dem “autonomen Fahren” wohl noch lange dauern würde und sich damit die einzige Chance für Uber, jemals profitabel werden zu können, in Luft auflöste. Wer in den Jahren zuvor jemals mit einem Regelungstechniker gesprochen hatte, wusste bereits, daß Fuzzylogik nicht nur ein mathematisches Problem, sondern für das “autonome Fahren” ein schier Unlösbares werden würde.Obwohl der folgende Artikel einen gewissen Brechreiz ob der unverschämten Summen frei floatierenden Kapitals von den falschen Händen in die falschen Hände erzeugt, haben wir ihn übersetzt. Zeigt er doch deutlich auf, in welche Richtung es nunmehr geht. Trotz der unschlagbaren Stärke des Taxigewerbes, dezentral organisiert zu sein, schwarmmäßig eben, böten sich ja da vielleicht sogar zentralistische Chancen bei der elektrisierten Flottenfahrerei, wozu schon Bernd Stumpf auf der letztjährigen Mitgliederversammlung der Berliner TaxiInnung am 4. November einen rationalen, durchgerechneten Optimismus verbreitete. Auch wenn klar sein dürfte, daß die Ressourcen begrenzt sind, muß auf jeden Fall das Taxigewerbe als Bestandteil des ÖPNV auch in Zukunft zu den Begünstigten gehören. Investoren treten auf die Bremse bei Automobilneugründungen Der Eifer für selbstfahrende Technik kühlt ab und in Detroit wird ein Beschleuniger abgeschaltet   Letztes Jahr nannte Ted Serbinski seinen Beschleuniger, Techstars Detroit, das “‘Comeback City’s’ Startup-Ökosystem”. Seit 2015 hat der Beschleuniger 54 Unternehmen aus dem Transportwesen unterstützt und betreut, mit der Finanzierung einiger großer Transportnamen wie Ford, Honda, AAA und Nationwide. Zu den Erfolgsgeschichten gehörten Cargo, ein Startup, das Ride-Hailing Fahrern hilft, ein zusätzliches Einkommen zu erzielen, indem es fahrerfreundliche “Convenience Stores” aus ihren Autos betreibt; Splt, ein Mitfahrunternehmen, das 2018 von Bosch übernommen wurde; und Acerta, das maschinelles Lernen auf die Automobilherstellung anwendet. Aber in diesem Jahr wird Techstars Detroit keine neuen Unternehmensgründungen aufnehmen. Stattdessen wird es geschlossen, wie TechCrunch bereits berichtet hat. “Im Moment gibt es keine Finanzierung”, sagt Serbinski, der Geschäftsführer des Beschleunigers. Ein Teil des Zusammenbruchs der Organisation ist auf interne Probleme innerhalb von Techstars zurückzuführen, einem globalen Netzwerk von Beschleunigern und selbst einem Start-up, sagt Serbinski. Aber der Risikokapitalgeber gibt auch dem Fahrtwind innerhalb der Automobilbranche die Schuld: eine Verlagerung weg von Investitionen in autonome Fahrzeuge und hin zur Elektrifizierung und eine Hinwendung (kein Wortspiel beabsichtigt) zu weniger experimentellen Unternehmen, die tatsächlich Geld verdienen können. Die Zahlen des Daten- und Forschungsunternehmens Pitchbook, die letzte Woche veröffentlicht wurden, sind aufschlussreich. Die Unternehmen im Bereich “Mobilität”, zu dem die Unternehmen gehören, die an autonomen und elektrischen Fahrzeugen, Ride-Hailing, Autohandel, Transportlogistik und Mikromobilität arbeiten, brummen immer noch und beschafften 33,5 Milliarden Dollar an Risikokapital aus 756 Transaktionen im Jahr 2019. Aber das sind 25,2 Milliarden Dollar weniger und 130 weniger als im Jahr zuvor. Die Autohersteller, inspiriert von den staatlichen Vorschriften in China und Europa und dem Versprechen, leichter zu bauen und billiger zu warten, gießen weiterhin Milliarden in die Elektrifizierung ihrer Angebote, wie die Daten zeigen. Aber sie zogen sich von “Mobility-as-a-Service”-Angeboten wie Car-Sharing zurück. Die riesigen Investitionen des letzten Jahres in autonome Fahrzeugfirmen wie Aurora und Nuro hielten die Gesamtsumme, die in den Roboterauto-Sektor floss, auf Rekordniveau. Aber es gab weniger Abschlüsse, und die Investitionen in der Anfangs- und Start-up-Phase in AV-Fahrzeuge nahmen ab – ein Zeichen dafür, dass die Branche weniger lebhaft und reifer wird. Autonome Fahrzeuge “befinden sich definitiv in dieser ‘Talsohle der Desillusionierung'”, sagt Tarek Elessawi, ein Direktor des Frühphasen-Investors Plug and Play, und verweist auf die Phase im “Hype-Zyklus” des Beratungsunternehmens Gartner, in der das Interesse an einer einstmals heißen Technologie abklingt. “Wir waren in den Jahren 2016 und 2017 ziemlich optimistisch darüber, wohin sich die Autonomie entwickeln würde. Dann, 2018, begann der Pragmatismus zu greifen.” Ende 2018 räumten sogar die vermeintlichen Branchenführer von Waymo ein, dass sie nicht bereit waren, völlig fahrerlose Autos auf die Straßen zu lassen. Laut dem Prognosedienst LMC Automotive sind die weltweiten Autoverkäufe im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent zurückgegangen. Besonders ausgeprägt war der Einbruch in China, wo die Verkäufe von Leichtfahrzeugen um 8,3 Prozent zurückgingen, der stärkste Rückgang seit mindestens 20 Jahren. Teilweise als Folge davon, so sagen Risikokapitalgeber, sind Automobilunternehmen und Zulieferer mehr daran interessiert, sich auf das zu konzentrieren, was sie am besten können – Fahrzeuge herzustellen und neue Hardware zu entwickeln – als wilde Experimente in Unternehmungen, die vielleicht oder vielleicht auch nicht gewinnbringend sind. Im vergangenen Jahr hat Ford seinen kürzlich erworbenen Shuttle-Service Chariot eingestellt, und General Motors, Daimler und BMW haben ihre Carsharing-Dienste in den USA eingestellt. Diese Projekte waren Überbleibsel der Aufregung um die Mobilität – und eine gewisse Angst vor Emporkömmlingen wie Uber, die einst drohten, das Automobilspiel neu zu schreiben, aber jetzt mit Fragen der Rentabilität kämpfen. Jetzt sei “das experimentelle Geld und der Zugang zu leichtem Geld in der Automobilindustrie weg”, sagt Serbinski. Er sagt, er werde die Unternehmen, die aus den lokalen Techstars hervorgegangen sind, weiterhin beraten und in den Transportbereich investieren. Wenn es um die Elektrifizierung geht, geben die meisten Autohersteller den Großteil ihrer Forschungs- und Entwicklungsgelder intern aus. “Sie haben das Gefühl, dass sie eine Menge Kompetenz im eigenen Haus haben, wo sie Heerscharen von Leuten in der Hardware und der Fertigung haben”, sagt Quin Garcia, der Geschäftsführer und Mitbegründer von Autotech Ventures, das in den Bereich des Bodentransports investiert. Startups sollten eine größere Rolle bei der Elektrifizierung der weltweiten Infrastruktur spielen, sagt er. Autotech Ventures investierte zum Beispiel in Volta Charging, das werbefinanzierte Ladestationen baut, die für die Fahrer von Elektrofahrzeugen kostenlos sind. Im Gegensatz zu Roboterautos, sagen Risikokapitalgeber, fühlt sich die Elektrifizierung sehr real an. – Investors Hit the Brakes on Automotive Startups (englisch, Wired, “Investoren treten auf die Bremse bei Automobilneugründungen”, 9. Februar)  

  • Australien: Das Wachstum von Fahrdiensten wie Uber und Ola ist in NSW eingebrochen, wobei einige Kunden glauben, dass sie gegenüber Taxis kaum Vorteile haben
    am 12. Februar 2020

    2020-02-12 Sydney: Laut der jährlichen Umfrage des Independent Pricing and Regulatory Tribunal hat New South Wales 2019 einen “natürlichen Gleichgewichtspunkt” gefunden, wobei die Fahrdienstleister nur um 3% statt 12% im Vorjahr gewachsen sind. “Nach einer konstanten Wachstumsrate, die bei beiden Erhebungsmethoden von 2014 bis 2018 beobachtet wurde, zeigen die Daten für 2019 ein Plateau der Fahrdienstnutzung, das ungefähr dem Niveau der Nutzung von Taxis entspricht”, stellte das Tribunal in seiner 3.000-Personen-Umfrage fest. (…) Die Umfrage deutet auch darauf hin, dass Berichte über den Tod von Taxis stark übertrieben wurden. Während Uber, Ola, DiDi und andere den Sektor sicherlich wieder in Schwung gebracht haben, scheinen Taxis sich gut zu halten, denn 49% der befragten Sydneysider berichteten, dass sie in den letzten sechs Monaten in einem Taxi gefahren sind. Außerhalb von Sydney haben Taxis in der Tat eine stärkere Basis. In städtischen Gebieten wie Newcastle, Wollongong, Gosford und Wyong haben die Fahrdienste noch keinen Marktanteil von 30%. Die Taxifahrer haben inzwischen ihr angeschlagenes Image im Jahr 2019 verbessert, wobei sie in Bezug auf Sicherheit, Navigation und Fahrerfähigkeiten höher bewertet werden als Uber. (…) Interessanterweise hat sich jedoch die Zufriedenheit mit den Taxitarifen in den letzten fünf Jahren stetig verbessert, was darauf hindeutet, dass sich der Preisunterschied zwischen Taxis und solchen (Diensten) wie Uber verringert.Da Uber und andere Fahrdienste bekanntermaßen unrentabel sind, da sie um Marktanteile kämpfen, bleibt die Frage offen, wie lange sie noch mit Verlust fahren können. – The growth of rideshare services like Uber and Ola has slumped in NSW, with some punters believing they have little advantage over taxis (englisch, Business Insider Australia, “Das Wachstum von Mitfahrdiensten wie Uber und Ola ist in NSW eingebrochen, wobei einige Kunden glauben, dass sie gegenüber Taxis kaum Vorteile haben”)

  • Bundestag sucht Experten für Bargeldbeseitigung
    am 12. Februar 2020

    2020-02-12 Frankfurt/M.: Der Wirtschaftsjournalist und Ökonom Norbert Häring weist in seinem Blog auf Folgendes hin: „Für sein Projekt „Welt ohne Bargeld“ schreibt ein Bundestagsausschuss ein Gutachten aus, das helfen soll, den Weg dorthin zu ebnen und die Bevölkerung von ihrer „Bargeld-Obsession“ zu befreien. …Das Projekt heißt ausführlich „Welt ohne Bargeld – Veränderungen der klassischen Banken- und Bezahlsysteme“. (…) Wir lassen uns natürlich gern eines Besseren belehren. Schließlich behaupten ja alle im Bundestag vertretenen Parteien nach außen, dass sie keineswegs etwas gegen das Bargeld hätten und nicht an seiner Abschaffung interessiert seien. Das gilt sogar für die Parteien, die die Regierung tragen, welche der Better Than Cash Alliance Geld gegeben hat und in der Anti-Bargeld-Allianz der G20 mit dem Tarnnamen Global Partnership for Financial Inclusion zusammen mit dieser Better Than Cash Alliance an der globalen Bargeldzurückdrängung arbeitet“. – Bundestag sucht Experten für Bargeldbeseitigung (deutsch, Norbert Häring, “War on Cash in Germany: Parliament is Looking for Anti-Cash-Experts”, 6. Februar)

  • Peter Teffer entlarvt die Lobbyarbeit bei der EU: ‘Uber & Co investieren stark’
    am 11. Februar 2020

    2020-02-11 Brüssel: Mit der thrillerartigen Publikation “Dieselgate: Wie die Industrie betrog und Europa scheiterte” (2017), deckte der Enthüllungsjournalist Peter Teffer (38) die Beziehung zwischen der “Brüsseler Blase”, wie die Eurokratie genannt wird, und der listigen Lobbyarbeit der Autoindustrie auf. Demnächst erscheint “Sieht so aus, als ob Washington das tut” – Wie Lobbyisten Brüssel im Griff haben.Daß Neelie Kroes sich nach ihrem Mandat als Handelskommissarin von Uber als Mitglied des politischen Beirates von Uber hat “verdrehtüren” lassen, wussten wir bereits, bevor wir diese website hier starteten. Was wir nicht wussten, sind z.B. die Summen, die Uber in den Apparat gesteckt hat, um für sich ein günstiges Klima zu kaufen. Wir übersetzten einen Auszug aus dem Interview, welches das Brüsseler online-mag “Bruzz” mit Peter Teffer führte: Es ist jedoch bemerkenswert, dass die Beratungsunternehmen manchmal Arbeiten für die Abgeordneten ausführen, obwohl sie bereits über Assistenten verfügen. Ich bin manchmal von einer Beratungsfirma eingeladen worden, einen Abgeordneten zu einem Gesetzesentwurf über Düngemittel zu befragen. Später stellte sich heraus, dass die Lobbyorganisation der Düngemittelhersteller dahinter stand. Sie zitieren die Uberlobbyarbeit, die eine EU-Kommissarin verführt hat. Teffer: Ich wollte etwas über die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft demonstrieren, die zur Angelegenheit von EU-Kommissarin Neelie Kroes wurde (sie hatte das Wettbewerbsressort von 2004 bis 2010 und die Digitale Agenda von 2010 bis 2014, Hrsg.). Ab 2016 wurde sie Mitglied des politischen Beirats der internationalen Fahrdienst-Plattform Uber. Ich wollte auch zeigen, wie ein neues Unternehmen in einem neuen Sektor, der Sub-Wirtschaft, versucht, seine Interessen zu verteidigen. Und auch, wie es eine gewisse Verbindung zwischen einer politischen Bewegung und den Interessen dieses Unternehmens gibt. Kroes verteidigte Uber während ihres Mandats als EU-Kommissarin. Das Brüsseler Handelsgericht entschied, dass Uber gegen die Regeln arbeitete. Kroes schrieb in ihrem Blog über die Entscheidung, das private Fahrdienstunternehmen Uber mit einer Geldstrafe zu belegen. “Sie forderte die Menschen auf, sich bei der damaligen Brüsseler ‘Antimobilitätsministerin’ – wie Kroes sie nannte – Brigitte Grouwels (CD&V) zu beschweren, die sich selbst verteidigte”, schreibt Teffer in dem Buch. Laut Grouwels bietet ein System der Selbstkontrolle – indem es die Benutzer von Uber als Referenz bei der Beurteilung des Fahrers nimmt – keine Sicherheit. Die Fahrer müssen über eine Lizenz verfügen und staatliche Auflagen erfüllen, so Grouwels. Kroes sagte, das sei Unsinn. Teffer: Das wurde noch interessanter, als sie eineinhalb Jahre später bei Uber anfing zu arbeiten. Die Drehtür von der Politik zur Wirtschaft muss also im Auge behalten werden. Wer Politik macht, muss dem öffentlichen Interesse dienen, und wer für ein Unternehmen arbeitet, muss dem privaten Interesse dienen. Hat Kroes bereits an den Job bei Uber gedacht, als sie als EU-Kommissarin tätig war? Ich kann das nicht beweisen, aber es gibt Anzeichen dafür. Sie graben tief, um die Lobbyarbeit transparent zu machen. Teffer: Uber und andere Unternehmen haben in den letzten Jahren verstärkt in Lobbyingaktivitäten investiert. Aus offensichtlichen Gründen: strategische EU-Dokumente können Einfluss nehmen. In vier Jahren haben die Uberlobbyisten mit sieben EU-Kommissaren gesprochen und 59 Vereinbarungen mit der Europäischen Kommission erzielt, mehr als Apple, BMW oder Goldman Sachs. Im Jahr 2014 lag das Lobbying-Budget von Uber in Brüssel zwischen 50.000 und 100.000 Euro, 2016 betrug es 600.000 Euro und in den Folgejahren 900.000 Euro. Dieser Zeitraum fällt mit der Zeit zusammen, in der bei der Kommission strategische Dokumente über die Teilwirtschaft erarbeitet wurden. Der Begriff der partiellen Ökonomie bringt uns auf die falsche Spur des blinden Vertrauens in die Innovation. Teffer: Nach einer Weile änderte die Europäische Kommission den Begriff “sharing economy” in “collaborative economy”. Sharing oder Teilen klingt eher positiv, als ob man es tut, ohne eine Gegenleistung zu wollen. Während es Unternehmen sind, die Geld verdienen wollen, wie das börsennotierte Uber und die Mietstelle Airbnb. Sie haben ein Interesse daran, als eine Art hippieartige, glückliche, alternative Gesellschaft gesehen zu werden. Die Europäische Kommission wollte ein Strategiedokument über die Sub-Wirtschaft erstellen und darüber, wo bestimmte Aufgaben liegen. Schließlich sehen wir oft, dass es unklar ist, ob bestehende Regeln aus der analogen Welt direkt auf digitale Dienste anwendbar sind. Uber wollte, wie andere Unternehmen der Sub-Wirtschaft, den Inhalt dieses Dokuments beeinflussen. Laut Uber könnten staatliche Kontrollen durch Überprüfungssysteme ersetzt werden. Letztlich enthält das Strategiepapier der Kommission zwar eine vage und unverbindliche Formulierung, dass Gesetze ersetzt werden können, aber es warnt auch vor den dunklen Seiten der Sub-Wirtschaft. Was mir während der Lobbyarbeit, die ich recherchiert habe, aufgefallen ist, ist, dass es selten vorkommt, dass eine Partei alles mitnimmt. Es ist viel nuancierter. Das Ergebnis einer EU-Verordnung oder -Richtlinie ist oft das Ergebnis eines Kompromisses von Kompromissen, denn auf vielen Ebenen ist eine Mehrheit erforderlich: im Parlament, im Rat der EU, in dem große und kleine Mitgliedsstaaten sitzen und Ost, West, Süd und Nord Kompromisse eingehen müssen. Das Ergebnis von EU-Vorschriften ist oft eine Verwässerung des politisch Möglichen und nicht des Wünschenswerten. – Peter Teffer ontmaskert lobbywerk bij de EU: ‘Uber & co investeren sterk‘ (Niederländisch, Bruzz, “Peter Teffer entlarvt die Lobbyarbeit bei der EU: ‘Uber & Co investieren stark’, 9. Februar)

  • „UberX – In Berlin haben wir diese Plattform gar nicht…“(Zitat Regine Günther)
    am 6. Februar 2020

    2020-01-16 Neu auf taxi-innung.de: Verkehrspolitik? Schmierentheater!

  • Wissenschaftlich begründeter Konter aus Montréal: Spotlight auf die “uberisierte” Wirtschaft
    am 4. Februar 2020

    2020-02-04 Montréal, Provinz Québec, Kanada: Die kanadische Online-Zeitung “Der Krake” (pieuvre.ca) berichtet über eine Art “Briefing” vonseiten des Institutes für sozio-ökonomische Forschung und Information (IRIS) aus Montréal zum Thema Plattformkapitalismus. Wir möchten daran erinnern, daß die aktuelle Regierung der CAQ (Coalition Avenir Québec) in Québec mit ihrem Ministerpräsidenten François Legault und ihrem Verkehrsminister François Bonnardel die Zukunft der wirklichen Taxifahrer für den Plattformkapitalismus sehenden Auges ruiniert hat und die Taxifahrer dann auch noch mit lächerlichen Almosen abgefunden hat. Im wie meistens für kanadische Verhältnisse moderaten Duktus wird zwar nicht “Plattformkapitalismus plattmachen!” gefordert, sondern eher die erstarkende Organisationsbereitschaft der Arbeiter als Conclusio herausgestellt. Aber es kann als Aufruf und Ermutigung zur Reorganisation selbst des niedergedrücktesten Prekariates verstanden werden. Nicht unser Job, denn da wollen wir nicht hin! “Sozialdemokratie” steht längst nicht mehr gerade für Erstarkung des Druckes von Unten, sondern von Oben! Von irgendwelchen deutschen Wählern der sog. “Grünen”, die erst Rautenchucky wollten und nun in Scharen überlaufen, fangen wir jetzt auch nicht an. Sie sind deutschlands psychologische, kafkaeske Altneulast eines Albtraumes von Untertanen, den Heinrich Mann damals in seine Worte fasste und die auch heute nichts anderes interessiert, als ihre eigene Sauna. Wir können das Teil gerade nicht übersetzen, weil in Berlin endlich mal wieder eine Weltmesse ansteht. Und wir machen unsere Kohle auf der Straße. Aber Ihr könnt es euch ja selbst übersetzen, wenn es euch interessiert. Wir haben nur mal kurz den Artikel des Kraken vom 31. Januar übersetzt. Unser Dank geht an Sam Bouchal: Spotlight auf die “uberisierte” Wirtschaft   In einem neuen Informationsvermerk stellt IRIS, das Institut für sozio-ökonomische Forschung und Information, das Image der Kühnheit und Innovation der Uber-Unternehmen und anderer Akteure des Plattformkapitalismus infrage. Plattformkapitalismus in der Tat, weil diese verschiedenen Unternehmen hauptsächlich auf digitale Plattformen angewiesen sind, schreibt die Autorin der Notiz, Clara Dallaire-Fortier. Ihr zufolge führt das von diesen großen Unternehmen, insbesondere Uber, aber auch Airbnb, gewählte Modell zu “konzentrierten Gewinnen” und zu einer “Verantwortungslosigkeit der Plattformen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter”. Diese Mitarbeiter werden auch durch die Idee der Fluktuation der Belegschaft und die Idee der Freiheit, die die Unternehmen an ihre zukünftigen Mitarbeiter verkaufen, “verwundbar” gemacht, einschließlich, wie im Fall von Uber, Ihr eigener Chef zu sein und nur zu arbeiten, wenn Sie es wollen. Diese Ökonomie des “Teilens” sei daher ein Mythos, schreibt die Forscherin. Tatsächlich ist es für die großen Akteure auf diesem Gebiet sehr gut, diese Wirtschaftsstruktur so darzustellen, dass sie sowohl großen Unternehmen als auch kleinen Solidaritätsinitiativen zugute kommen kann; Tatsache bleibt, dass Uber, Airbnb und Lyft im vergangenen Frühjahr mit 76 Milliarden, 41 Milliarden bzw. 32,6 Milliarden Dollar bewertet wurden. Die große Mehrheit des in der “Sharing”-Wirtschaft zirkulierenden Geldes landet daher in den Taschen der großen Unternehmen des Sektors. Die Idee hinter diesem “neuen” Wirtschaftsmodell, argumentiert IRIS, ist die Destabilisierung eines Wirtschaftssektors in dem Versuch, ein Monopol zu errichten. Ob es sich nun um das Taxigewerbe handelt, das bereits stark reguliert war und mit großen Problemen zu kämpfen hatte, oder um die Vermietung an Touristen, wo die Regierungen bereits strenge Rahmen für Gasthäuser, Hotels und andere B&Bs aufgestellt hatten, neue Unternehmen sind angekommen, die versuchen, die bestehenden Formen zu durchbrechen und diese Wirtschaftszweige neu zu organisieren, oft ohne sich zur Einhaltung der geltenden Regeln verpflichtet zu fühlen. Dabei wurden die Regierungen überrumpelt, und die neuen Akteure waren in der Lage, Veränderungen herbeizuführen, zu stören, was das Ziel vieler zeitgenössischer neuer Unternehmen ist, die auf digitale Werkzeuge angewiesen sind, um erfolgreich zu sein. Laut Dallaire-Fortier befinden sich auch diese großen Unternehmen im Besitz riesiger Mengen persönlicher Daten, was zu Problemen mit dem Datenschutz führen kann. Glücklicherweise, so schreibt die Autorin des Briefings, “kommen die Arbeiter zusammen, um ihre Interessen besser zu verteidigen”. Ob es nun darum geht, bessere Arbeitsbedingungen zu erhalten, einen Angestelltenstatus zu erlangen oder andere Ziele zu erreichen, die Angestellten in dieser “gemeinsamen Wirtschaft” kämpfen gegen diesen Plattformkapitalismus, der versucht, die gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu Fall zu bringen. Der Text ist als *.PDF direkt bei IRIS unter diesem link downloadbar.  – Pleins feux sur l’économie « ubérisée » (französisch, pieuvre.ca, “Spotlight auf die “uberisierte” Wirtschaft”, 31. Januar)      

  • ROBOT FAIL from SILICON VAPOR by NETHERLANDS (2013)
    am 2. Februar 2020

    2020-02-02 ROBOT FAIL from Silicon Vapor by Netherlands, Brooklyn, New York (2013) SILICON VAPOR by NETHERLANDSTimo Ellis (gtr / vox) Thee Chuq (synthbass) Josh Musto (synthbass / aux) Damien Shane Moffitt (drums)

  • Die fiesen Uber-Gringos sind aus Kolumbien raus!
    am 2. Februar 2020

    2020-02-02 Kolumbien: Heulen, Zähneklappern und in Richtung Taxi nachtreten: Die Roßtäuscher und Bauernfänger aus Silicon Valley mußten ihren Plastikhut nehmen, nachdem alle rotzfrechen Versuche, die souveräne kolumbianische Regierung unter Druck zu setzen und zu spalten, ins Leere gingen. Der schönste Satz dieser Meldung, den wir auch in D – aber plötzlich! – lesen wollen, lautet: „Die mobile App des Ride-Hailing-Anbieters wurde am Samstag deaktiviert und die Nutzer sahen eine Nachricht mit der Aufschrift “Adios Colombia“. Der Gernegroß von einem Vize-Präsidenten für “globale öffentliche Politik” von Uber, Justin Kintz, dazu in einem Nachsatz: „Der Ruf Kolumbiens, offen für Innovationen zu sein, ist einfach auf dem Rücksitz eines Taxis weggefahren”. Er macht jetzt sicher seine Hausaufgaben, um zu lernen, was ein wirklicher Mensch ist. Glückwunsch aus Berlin an die Kolumbianische Regierung! – ‘Adios Colombia’: Uber Makes Its First Exit in Latin America (englisch, BNN Bloomberg, “Adios Kolumbien: Der erste Ausstieg in Lateinamerika”)

  • Demoaufruf in Hamburg: Free Now Down!
    am 30. Januar 2020

    2020-01-30 Hamburg: Vorwärts! – und nicht vergessen….. Um dem permanent auf uns als Taxigewerbe ausgeübten Leidensdruck durch Großkonzerne, weitgehend indifferenter Presse und skandalös geschauspielerter Ignoranz aufseiten der Politik, wie z.B. in Berlin durch die verantwortliche Verkehrssenatorin etwas entgegen zu setzen, kommt jetzt endlich der erste Demonstrationsaufruf aus Hamburg zum 20. Februar. Diesmal explizit gegen die sich als Abdecker des Taxigewerbes betätigenden Autokonzerne Daimler Benz und BMW mit ihrem Joint Venture “FreeNow”. Aus dem Flugi: „Wir schenkten ihnen Vertrauen und unsere Touren. Jetzt nehmen sie uns alles“. Eine willkommene Gelegenheit für alle, die schon lange in einer konzertierten Aktion ihre Kündigungen bei den jeweiligen Vertretungen der Firma einreichen wollten. Nähere Informationen sind abrufbar auf der website des Demonstrationsbündnisses “Pro Taxi”. – Free Now Down (deutsch, Pro Taxi, Free Now Down)

  • Bodek Janke – Eye Of The Tiger (2018)
    am 29. Januar 2020

    2020-01-29 Berlin: Release date 2018 / Dreyer Gaido Musikproduktionen Melissa Mary Ahern – vocals Philip Donkin – bass Bodek Janke – drums Kristjan Randalu – piano Atom String Quartet – strings Lyrics  

  • Bargeldfeinde erleiden im Hauptquartier New York schweren Rückschlag
    am 27. Januar 2020

    2020-01-27 New York: „Ein Tiefschlag für die Better Than Cash Alliance ist auch die Begründung für die Maßnahme, die mit großer Mehrheit beschlossen wurde: Finanzielle Inklusion nämlich. „Der Marktplatz der Zukunft muss den Bedarf verletzlicher New Yorker berücksichtigen“, schrieb der Sponsor des Gesetzes, Ritchie Torres in einer Presseerklärung. Auch wer kein Bankkonto hat, oder sich die Bankgebühren nicht leisten will, soll überall einkaufen und essen können. Damit betont der New Yorker Stadtrat, dass Bargeld das inklusivste Zahlungsmittel ist, weil jeder es ohne spezielle technische Einrichtungen und ohne Extrakosten nutzen kann“. Wer sich einen größeren Überblick durch Presseartikel zum vorliegenden Fall verschaffen möchte, kann zusätzlich bei “Naked Capitalism” eine Zusammenfassung von Jerri-Lynn Scofield lesen. – Bargeldfeinde erleiden im Hauptquartier New York schweren Rückschlag (deutsch, Norbert Häring, “Cash enemies suffer severe setback at New York headquarters”)