Das Taxi muss nicht neu erfunden werden - es ist die Antwort

Aus der Presse

Unsere “aus der Presse”-Seite zieht um auf www.taxi-agentur.de, künftig wird hier bei taxi-innung.de “nur” der RSS-Feed der Taxi-Agentur eingeblendet.
Das bedeutet, die 50 letzten Meldungen sind hier als Übersicht zu sehen. Für die Archivsuche und für anclickbare Links zu den Originalmeldungen → www.taxi-agentur.de
Der RSS-Feed läßt sich auch auf anderen (Euren?!) Webseiten einbinden (als Post oder Widget), so dass die Informationen breiter gestreut werden können.

 

Our “from the press” page moves to www.taxi-agentur.de, in future “only” the RSS feed of the taxi agency will be shown here at taxi-innung.de
That means, the last 50 messages are to be seen here as an overview. For the archive search and for clickable links to the original reports → www.taxi-agentur.de 
The RSS feed can be merged also on other (your?!) web pages (as Post or Widget), so that the information can be more widely scattered.

 

 

  • Uber wurde öffentlich für die Massenvernichtung von Scootern und Elektrofahrrädern kritisiert
    am 29. Mai 2020

    2020-05-29 North Carolina, USA: Ja, da müßte doch auch der Berliner Nachhaltigkeitsradverkehrssenatorin Fr. Günther das Herz bluten! Zumal sie erst kürzlich einer Anfrage des Bundestagsabgeordneten Hrn. Dr. G.Gysi so geantwortet haben soll, daß sie einfach nicht genug Personal hätte, um die Uber-Bots in und um Berlin hinreichend kontrollieren zu können. Natürlich kann Uber auch jetzt wieder mal für rein gar nix, denn verschrotten tun nur die anderen. Uber ist ja nur für’s Geldverbrennen und Gesetze und ordentliche Gerichtsurteile unterwandern zuständig. Da kratzt sich glatt der pöhse Iwan mit am Kopf. Und in Russland heißt es ja noch abwarten, bis das russische Uber, Yandex Taxi,  an die Börse geht. Auch da stellt sich die Frage der Profitabilität. War uns ein innerer Parteitag, das Teil mal schnell zu übersetzen: Uber vernichtet Tausende von Elektrofahrrädern und Elektrorollern im Wert von Millionen von Dollar, nachdem es sein Jump-Projekt verkauft hat, um sein anderes Lime-Startup zu entwickeln.Das Unternehmen entschied, dass die Veräußerung der nach dem Deal übrig gebliebenen Modelle weitaus rentabler wäre als deren Beibehaltung.Bilder von ihrer Zerstörung in einem Recyclingzentrum in North Carolina, die in sozialen Medien veröffentlicht wurden, verärgerten Amateure auf der ganzen Welt.Die Twitter-Benutzerin Emily Eros, die kürzlich ihr altes Fahrrad repariert hat, schrieb, dass es ihr wehtat, sich das obige Video anzusehen.Uber erwarb Jump für etwa 200 Millionen Dollar im April 2018 und versprach, seine Investitionen in Fahrräder und Roller im Dezember 2020 zu verdoppeln.Anfang dieses Monats investierte Uber 170 Millionen Dollar in Lime, das Jump absorbierte.Uber versuchte zu betonen, dass zwar viele Fahrräder und Roller recycelt werden, aber Zehntausende neuer Modelle in der Entstehung und Entwicklung sind.“Als Teil unserer jüngsten Vereinbarung erhielt Lime Zehntausende neuer Fahrrad- und Rollermodelle. Wir haben die Möglichkeit geprüft, die verbleibenden alten Modelle der Wohltätigkeitsorganisation zu spenden. Angesichts der vielen wichtigen Fragen wie Wartung, Verantwortung, Sicherheit und Mangel an Ladegeräten in Verbraucherqualität haben wir jedoch beschlossen, dass es am besten ist, diese zu entsorgen”, sagte der Vertreter von Uber. – Uber подвергся общественной критике за массовое уничтожение скутеров и электробайков – (russisch, finversia, “Uber wurde öffentlich für die Massenvernichtung von Scootern und Elektrofahrrädern kritisiert”)

  • Verkehrsminister fordern Rettungspaket für ÖPNV
    am 29. Mai 2020

    2020-05-29 Berlin: Die Verkehrsminister sind auch gleichzeitig die Verkehrsministerkonferenz. Als Unterabteilung des Bundesrates. Sie sind es, die sich von Lobbyisten haben belatschern lassen, den “kleinen P-Schein”, der eine Schwemme von Laienpersonenbeförderern zugunsten illegaler Mietwagenplattformen auslöste, bereits in 2017 einzuführen. Sie sind es, deren Untersektionen, wie dem AK ÖPV z.B., fleißig mit daran gearbeitet haben, wofür man das PBefG in deren Sinne zurechtschießen kann, wobei nicht einmal renommierten Journalisten auf Nachfrage ein Einblick in die Mitgliederliste gewährt wurde. Wir erinnern jetzt daran, weil das echte Taxigewerbe als Bestandteil des ÖPNV nicht erst seit der Coronakrise trotz bisher unveränderter Rechtslage schwere Umsatzverluste erleidet. Man darf gespannt sein, wer sich für die geforderten 2,5 Mrd. da berechtigt anstellt und welche gierigen Pranken sonst noch so aufgehalten werden. Stellt sich der “BVTM” da eigentlich auch mit an, um für die ehrlichen Taxiunternehmen eine Entlastung herauszuschlagen? Kann er das überhaupt? Up to date sein? Wir sind gespannt. – Verkehrsminister fordern Rettungspaket für ÖPNV (deutsch, Deutschlandfunk, “Transport ministers call for rescue package for local public transport”)

  • Musikvideo: Wer soll das bezahlen? – Jupp Schmitz (1949)
    am 29. Mai 2020

    2020-05-29 Wer in dem Lied nur anzuprangernden Sexismus sieht, versteht den Tiefgang des von uns gewählten Posts nicht. Jupp Schmitz war erstens u.a. ein Karnevalssänger und zweitens versucht man uns den Profit, von dem wir überleben wollen, für gleiche Leistungen in einem sexy-technologisch angehauchten Kostüm abzujagen. Es gehört nicht zu unseren Gepflogenheiten, unsere Musikauswahl zu erklären. Heute machen wir mal ‘ne Ausnahme. Denn die nächste Meldung folgt schon auf dem Fuße…

  • Pooling: Wer soll das bezahlen?
    am 29. Mai 2020

    2020-05-29 Berlin: Während sich der Pooling-Dumper “Berlkönig” vorgestern wie verlautbart dazu entschloss, in Berlin weiter unter Wasser zu fahren, wurde gestern bekannt, daß sein Müslikonkurrent “Clevershuttle” zunächst erheblich Federn lassen muß und sein Tätigkeitsgebiet auf Düsseldorf und Leipzig eingedampft wird. Ob nun bereits gebrauchte Toyota “Mirai” günstig zu ersteigern sind, teilte die DB offenbar nicht mit. Auch ist nicht klar, ob dies bereits der Beginn der im Sinne einer “Marktordnung” anstehenden Marktaufteilung ist. Von ihrem neuen Bundesgenossen “BVTM” dürfte jedenfalls weder Widerspruch noch Beifall zu erwarten sein.  Im Falle des ersten Pleiteprojektes wenden wir uns vehement dagegen, daß uns der Berlkönig immer noch Fahrgäste abspenstig machen können soll.  Eine Verzwergung von Clevershuttle ist nur natürlich, wird aber leider noch unsere Kollegen in vorbenannten Städten Geld und Nerven kosten. – Pooling: Wer soll das bezahlen? (deutsch, Twitter, “Pooling: Who will pay for it?”)

  • Tito’ Alvarez prangert Uber wegen Betrugs bei der Audiencia Nacional an
    am 22. Mai 2020

    2020-05-22 Madrid: Während man es in Deutschland für einen gelungenen Kompromiß hält, den Konzernen zu Kreuze zu kriechen und dasjenige Gesetz zu zerschießen, was sie zum Schutz des Taxigewerbes im Zaume hält, teilte am Mittwoch der Koordinator von Elite Taxi und Förderer des Taxiprojekts, Tito Álavarez, in einer virtuellen Pressekonferenz der Öffentlichkeit mit, daß der Kampf gegen die betrügerischen Gringos aus Übersee kraft des Gesetzes in die nächste Runde geht. Wir übersetzten einen Zeitungsartikel der “Crónica Global”: Der Koordinator des Taxi-Projekts verbündet sich mit Vosseller Abogados, um das Dotcom-Unternehmen des Betrugs am spanischen Finanzministerium in Höhe von fünf Millionen zu beschuldigen Alberto Tito Álvarez kehrt auf die Bühne zurück. Der Koordinator von Elite Taxi und Förderer des Taxiprojekts hat sich mit der Anwaltskanzlei Vosseller Abogados aus Barcelona verbündet, um Uber wegen Betrugs gegen die Staatskasse und gefälschter Dokumente anzuprangern. Das Schreiben wirft dem Vermittler im Transportsektor vor, fünf Millionen Euro Mehrwertsteuer hinterzogen zu haben, die in Spanien angeblich nicht bezahlt wurden. Es wurde bereits an die Anklagebehörde für Wirtschaftsverbrechen des spanischen Nationalgerichtshofs verwiesen. In einer virtuellen Pressekonferenz am heutigen Mittwoch, dem 20. Mai, haben Alvarez und Vertreter des katalanischen Büros darauf hingewiesen, dass “die Beschwerde bereits eingereicht worden ist. Warum? Uber benutzt ein Unternehmensschema mit betrügerischem Geist, so die gesammelten Beweise, um die Zahlung der Mehrwertsteuer in Spanien zu vermeiden und seine Gewinne an Unternehmen in den Niederlanden und dann an den Staat Delaware weiterzuleiten”, erklärte einer der Anwälte, eine Jurisdiktion “mit einem sehr günstigen Steuersystem”. “Uber entzieht sich der Zahlung von Steuern trotz eines Umsatzes von fast 50 Millionen Euro in Spanien”, hat der Anwalt die Ausfertigung mit einer Randbemerkung versehen. Zwei mutmaßliche Straftaten Wie rechtfertigen die Beschwerdeführer ihre schwerwiegenden Vorwürfe? “Uber bietet in Spanien einen Dienst mit etwa 5.000 Fahrzeugen an. Von jedem Transport erhält das Dotcom-Unternehmen eine Provision von 20% bis 30%. Dadurch wird ein Umsatz erzielt, auf den 10% Mehrwertsteuer anfallen. In den Jahresabschlüssen von Ubers Firma in Spanien seit 2014 sehen wir diese Zahlungen jedoch nicht wiedergegeben”, erklärten die Vertreter von Vosseller Abogados. Diese Klage, die die Anwälte für erwiesen halten, würde zu zwei Strafanzeigen passen. “Die 305 und 305 Wiederholung des Strafgesetzbuches”, erklärten die Anwälte. Dies sind die Arten von Verbrechen gegen das Finanzministerium, bei denen Anwälte die Grenzen der Strafbarkeit “in der verschärften Form” sehen. Zusätzlich zu diesen Straftaten gibt es auch einen Verstoß gegen Artikel 392 des Strafgesetzbuches, nämlich die angeblich falsche Dokumentation. Der Taxikrieg ist zurück Die Strafanzeige gegen Uber bei der Audiencia Nacional (Nationaler Gerichtshof von Spanien) schürt erneut den Taxikrieg in Spanien. Álvarez selbst hat die Struktur von Uber im Land “ein Netz” genannt und gewarnt: “Wir werden nicht aufhören, bis wir mit ihnen fertig sind, denn sie sind echte Technologie-Kriminelle. Ich sage es mit diesen Worten und ich übernehme die Verantwortung dafür”. Der Aktivist betonte, dass die kriminelle Aktion “Auswirkungen in ganz Europa haben kann, da auf diesem Kontinent das von uns erwähnte Netzwerk operiert”. Die Beschwerde von Álvarez und Vosseller Abogados gegen den Transportvermittler ist die zweite, die das Taxi-Projekt gegen diese Methode und Cabify aufgegriffen hat. Die erste, die 2019 eingereicht wurde, beschuldigte die beiden Unternehmen acht Verbrechen begangen zu haben, darunter massiver Betrug und Geldwäsche. Obwohl die Beschwerde von 2.000 Taxifahrern zunächst zur Bearbeitung zugelassen wurde, hat sie die Richterin María Tardón im Oktober 2019 abgelegt. ‘Tito’ Álvarez denuncia a Uber por fraude a la Audiencia Nacional (spanisch, Crónica Global, “Tito’ Alvarez prangert Uber wegen Betrugs bei der Audiencia Nacional an”, 20. Mai 2020)  

  • Konsortium des Grauens
    am 19. Mai 2020

    2020-05-19 Hamburg: Daß sich das Taxigewerbe in der Hansestadt viel besser auf die es kontrollierende Behörde beim Schutz vor illegalen Trashanbietern – anders als im Berliner Sumpf – verlassen kann, ist ein offenes Geheimnis. Daß in der SPD-regierten Hansestadt eine gschmäckliche Nähe zu VW und damit Moia besteht, ebenso. Ein Bundesverband, der auf vorzeitige Demenz seiner Profiteure und Rezipienten setzt, fliegt ergo auch im Norden auf. Eine Stellungnahme unserer Brothers-website zum umstrittenen “Appell” –  Konsortium des Grauens (deutsch, Die Klage, “Consortium of horror”)

  • Kollaborateure im Verbandskostüm
    am 18. Mai 2020

    2020-05-18 Berlin: Unter maximalem Zynismus und der üblichen Phrasendrescherei gieriger Konzerne, die nicht beweisen können, daß ihre “Produkte” gebraucht werden, geschweige denn auf einer soliden wirtschaftlichen Basis bestehen können, schlüpft plötzlich der bisherige Zentralverband, der auch das Taxigewerbe zu vertreten vorgab, mit ihnen unter eine Decke. Was für ein mickriger Verrat! Unsere Entgegnung aus Sicht des Taxigewerbes im Namen der Berliner Taxiinnung e.V. lesen Sie hier. – Kollaborateure im Verbandskostüm (deutsch, Taxi-Innung, “Collaborators in association costume”)Update 2020-05-20 :  Unsere Entgegnung aus Sicht des Taxigewerbes lesen Sie hier. – Kollaborateure im Verbandskostüm (deutsch, die Klage, “Collaborators in association costume”)

  • Stravinsky: The Firebird / Gergiev · Vienna Philarmonic · Salzburg Festival 2000
    am 16. Mai 2020

    2020-05-16

  • S-Bahn Privatisierung – Ausverkauf fest vereinbart
    am 13. Mai 2020

    2020-05-13 Berlin: Der neoliberal verseuchte rot-rot-grüne Berliner Senat zerschlägt also das seit rund Hundert Jahren zu Tageszeiten unschlagbar schnelle Verkehrsmittel S-Bahn und verhökert es an die Geldbesitzer. War davon etwa die Rede, als man sich ein “Mobilitätsgesetz” abrang? Sind Politiker überhaupt lernfähig? Die Zeitung “jungeWelt ” hat in ihrem Bericht Mühe, nicht doch heftig auf die PdL einzuschlagen. Privatisierung – Ausverkauf fest vereinbart (deutsch, jungeWelt, “Privatisation – sell-off firmly agreed, (9.5.20))

  • Michael Moore präsentiert: Planet of the Humans
    am 13. Mai 2020

    2020-05-13 USA: Neben der Rezession tauchte auch Jeff Gibbs’ von Michael Moore produzierter neuer Film “Planet of the Humans” auf. Weil er eh’ gerade in praktisch keinem öffentlichen Kino gezeigt werden konnte, stellte er ihn eben ins Netz. Eine interessante Doku, die uns Nachdenken macht, was denn ein “new green deal” eigentlich sein könnte. Komme uns keiner mit Zensursula, die noch nie etwas richtig gemacht hat, seitdem sie in “Politik” dilettiert. Aus dem Begleittext auf youtube. 7,6 Mio clicks. https://planetofthehumans.com/ “Michael Moore präsentiert Planet of the Humans, einen Dokumentarfilm, der zu sagen wagt, was niemand sonst an diesem Earth Day sagen wird – dass wir den Kampf verlieren, um den Klimawandel auf dem Planeten Erde zu stoppen, weil wir Führern folgen, die uns auf den falschen Weg gebracht haben – indem wir die grüne Bewegung an wohlhabende Interessen und das korporative Amerika verkaufen. Dieser Film ist der Weckruf für die Realität, vor der wir uns fürchten: Inmitten eines vom Menschen verursachten Aussterbens ist die Antwort der Umweltbewegung, auf Techno-Fixes und Pflaster zu drängen. Das ist zu wenig, zu spät.” (englisch, youtube -> um deutsche Untertitel zu erhalten: zuerst Untertitel einschalten (das Symbol neben dem Zahnrad unten rechts) und danach im Einstellungsmenü (Zahnrad) erst auf “Untertitel” und dann auf “automatisch übersetzen” – dort kann man “deutsch” auswählen)  

  • Ehemaliger Uber-Fahrer erhält Arbeitnehmerrechte
    am 12. Mai 2020

    2020-05-13 Lausanne, Schweiz: Die naturgemäß behäbigen, aber steten Mühlen der Justiz mahlen weiter gegen die asoziale Plündermafia “Uber”. Wir übersetzten kurzerhand einen Artikel von “24heures.ch” vom 28.4.20: Der Kantonsgerichtshof bestätigt eine Entscheidung des Arbeitsgerichts: Ein ehemaliger Fahrer der amerikanischen Marke hat mit sofortiger Wirkung Anspruch auf eine Abfindung bei ungerechtfertigter Entlassung. Sind die Fahrer von Uber an eine digitale Plattform angeschlossene Selbständige oder Angestellte eines Unternehmens? Darum geht es in dem Kampf, den ein ehemaliger Lausanner Fahrer der amerikanischen Marke führt. Er hatte von April 2015 bis zum 30. Dezember 2016 für den uberPop-Service gearbeitet, der es Laien ermöglichte, Kunden zu fahren. Der Fahrer war aufgrund negativer Bewertungen von der digitalen Anwendung ausgeschlossen worden und hatte rechtliche Schritte gegen eine Tochtergesellschaft von Uber, Rasier Operations B.V., eingeleitet, die nach Angaben des Konzerns nicht mehr in der Schweiz tätig ist. Im Mai 2019 hatte ihm das Gericht eine Entschädigung wegen ungerechtfertigter Entlassung mit sofortiger Wirkung, eine Einkommensentschädigung, berechnet über einen Zeitraum von zwei Monaten, und einen Betrag für nicht genommenen Urlaub in Höhe von insgesamt fast 18.000 Franken zugesprochen. Am 23. April 2020 bestätigte das Kantonsgericht das Urteil und wies die Berufung Ubers zurück. Sie hat jedoch noch keine Gründe für ihre Entscheidung angegeben. Die US-Gruppe hat 30 Tage Zeit, um dieses Dokument anzufordern und innerhalb eines weiteren Monats zu entscheiden, ob sie beim Bundesgericht Beschwerde einlegt oder nicht. Einen Präzedenzfall in der Schweiz schaffen Gemäss dem Anwalt des Fahrers, Rémy Wyler, haben die beiden aufeinanderfolgenden Urteile des Waadtländer Gerichts einen Präzedenzfall in der Schweiz geschaffen: “Das Urteil des Arbeitsgerichts und dann das Urteil des Kantonsgerichts beantworten eine Grundsatzfrage. Sie stellen die Existenz eines Arbeitsvertrags fest. Die Uber-Fahrer sind nicht selbständig, sie sind Angestellte”. Der Anwalt, der im Rahmen der Prozesskostenhilfe tätig ist, betont, dass es um mehr geht als um die Entscheidungen, die in diesem konkreten Fall getroffen wurden: “Die Folge ist die mit einem Arbeitsvertrag verbundene Zugehörigkeit des Fahrers zum betrieblichen Renten- und Sozialversicherungssystem. Es geht also um den gesamten Bereich des Sozialschutzes”. Eine Verlesung der Gründe für die kantonale Entscheidung wird die Tragweite des Urteils bestätigen oder nicht. Wenn sie tatsächlich den Betrieb der Anwendung als Ganzes betrifft – der Fahrer hat einige Sekunden Zeit, um die Fahrt anzunehmen, Uber legt den Fahrpreis fest und kassiert ihn, das Unternehmen erfasst und bearbeitet Kundenreklamationen – würde sie eine Verbindung der Unterordnung zwischen der Tochtergesellschaft des amerikanischen Konzerns und den Fahrern herstellen. Die Uber-Fahrer sind nicht selbständig, sie sind Angestellte”. Der Anwalt, der im Rahmen der Prozesskostenhilfe tätig ist, betont, dass es um mehr geht als um die Entscheidungen, die in diesem konkreten Fall getroffen wurden: “Die Folge ist die mit einem Arbeitsvertrag verbundene Zugehörigkeit des Fahrers zum betrieblichen Renten- und Sozialversicherungssystem. Es geht also um den gesamten Bereich des Sozialschutzes”. Eine Verlesung der Gründe für die kantonale Entscheidung wird die Tragweite des Urteils bestätigen oder nicht. Wenn sie tatsächlich den Betrieb der Anwendung als Ganzes betrifft – der Fahrer hat einige Sekunden Zeit, um die Fahrt anzunehmen, Uber legt den Fahrpreis fest und holt ihn ab, das Unternehmen erfasst und bearbeitet Kundenreklamationen – würde sie eine Verbindung der Unterordnung zwischen der Tochtergesellschaft des amerikanischen Konzerns und den Fahrern herstellen. Sie könnte auch für UberX-Dienste gelten, die von Berufskraftfahrern erbracht werden. Diese Analyse wird von der US-Gruppe nicht geteilt. Ihrer Ansicht nach können die Urteile der Waadtländer Gerichte nicht für andere Fahrer verallgemeinert werden. “Diese Entscheidung betrifft den besonderen Fall eines Fahrers, der die uberPOP-Option nutzt, ein Dienst, der 2018 in der Schweiz ausgesetzt wurde. Heute sind alle Fahrer, die die Uber-Anwendung nutzen, selbständige Berufskraftfahrer, die die Verbindung herstellen, wenn sie wollen, wann und wo sie wollen, bei voller Flexibilität. Wir werden uns die Zeit nehmen, diese Entscheidung zu studieren, um die möglichen Folgen abzuschätzen”, sagt ein Sprecher der Gruppe. – Un ex-chauffeur d’Uber obtient des droits d’employé (französisch, 24Heures.ch, Ehemaliger Uber-Fahrer erhält Arbeitnehmerrechte, 28.4.2020)  

  • Laut einer Studie schulden Uber und Lyft Kalifornien 413 Millionen Dollar an Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung
    am 12. Mai 2020

    2020-05-12 Neu auf taxi-innung.de: Übersetzung des Artikels Uber and Lyft Owe California $413 Million in Unemployment Insurance Taxes, Study Says von Edward Ongweso Jr, erschienen am 7. Mai 2020 auf vice.com

  • “Uber offenbart Verluste von 2,9 Milliarden Dollar im ersten Quartal…”
    am 8. Mai 2020

    2020-05-08 New York: 2,9 Milliarden Verlust trotz 3,54 Milliarden Umsatz im ersten Quartal 2020 und Uber ist sich nicht zu schade, zu behaupten, Corona sei die Ursache. Wir stauben aus diesem Anlaß mal wieder die Pokale im Regal ab (BGH, Köln, Frankfurt, München), stellen einen neuen dazu (Landgericht Düsseldorf untersagte kürzlich die Vermittlung via Uber-X) und fordern abermals die Exekutive auf, ihre Arbeit zu erledigen und dafür zu sorgen, dass Gerichtsurteile nicht weiter zur Makulatur verkommen. “Uber reveals first-quarter losses of $2.9 billion because of the coronavirus…” (englisch, Bloomberg, “Uber offenbart Verluste von 2,9 Milliarden Dollar im ersten Quartal wegen des Coronavirus…”)

  • Übersprunghandlung aus dem Hause Scheuer
    am 24. April 2020

    2020-04-24 Berlin: Während das Taxigewerbe offenbar mit den Verhandlungen um sein Überleben nicht weiterkommt, während angestellte Taxifahrer auf KuG 0 ihre Wände mit “unbürokratischen” Formularserien der Repressionsbehörde “Jobcenter” tapezieren könnten und ihre verbliebenen Vertreter anstelle schlagkräftiger Gewerkschaften stattdessen lieber den Lieferantenlimbo mittanzen, gibt das Verkehrsministerium bekannt, dass “Menschen, die in systemrelevanten medizinischen Einrichtungen wie Kliniken, Pflegestationen oder Corona-Testlaboren arbeiten, schnell und unbürokratisch unterstützt” werden sollen. Das Mittel der Wahl ist ein Budget von 10 Millionen Euro zur, für diese Menschen kostenfreien, Nutzung von Mietwagen (ohne Fahrer). Geförderter Mietzeitraum pro Person maximal 1 Monat. Scheuer O-Ton: “Eine echte Win-Win-Situation für medizinisches Personal und Wirtschaft”. 10 Millionen in Umsatz für Autoverleihfirmen umgewandeltes Steuergeld . Unterm Corona-Schirm versagt also auch das BMVI und macht lieber auf  charity-winwin-baby! Wie war das nochmal mit der Daseinsvorsorge? Abgehakt.  (deutsch, Bundesverkehrsministerium, “BMVI subsidizes free rental cars for medical personnel”)  

  • Die Welt in Zahlen
    am 24. April 2020

    2020-04-24 Die Welt: Zahlen stehen ja gerade hoch im Kurs. Hier ein paar mehr, zum Beispiel um den Rahmen besser abschätzen zu können…  Worldometer – real time world statistics. (international, worldometer)

  • Der Preis der Freiheit by Monophonist, Köln (2018)
    am 20. April 2020

    Über die Freiheit der praktischen Unvernunft by MONOPHONIST

  • Ride-Pooling-Dienste und ihre Bedeutung für den Verkehr
    am 19. April 2020

    2020-04-19 Hamburg/Berlin: Wer kennt das nicht: man möchte etwas wissen, also fängt man an zu forschen respektive zu denken. Nicht immer führt das zum gewünschten Erfolg. Lesen Sie selbst auf dieklage.de: Das Märchen vom Ride-Pooling-Innovateur, der auszog, um sich seine Ideen schön zu rechnen und es “Studie” nannte.Protagonisten (unter anderen): Eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung, ein Dienstleister für Mobilitätslösungen, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Mercator-Stiftung und ein Soziologe. (deutsch, dieklage.de, about “Ride-pooling services and their impact on transport”)

  • Musikvideo: Noir Désir – A L’Envers A L’Endroit (2016)
    am 11. April 2020

    2020-04-11

  • Corona-Krise Mindestabstand im Taxi
    am 27. März 2020

    2020-03-27 Berlin: Bitte der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe an die  Taxigewerbevertretungen in Berlin Angesichts der aktuellen Corona-Krise und der zwingenden Notwendigkeit zu jeder Zeit einen Mindestabstand einzuhalten,(…) wollten wir Sie gern darum bitten, Ihre Mitglieder dahingehend dringend zu sensibilisieren und für den Moment von einer Beförderung mehrerer Personen in einem Fahrzeug abzusehen. Nur mit der konsequenten Einhaltung der Abstandsregelung kann die weitere schnelle Ausbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden. Mit besten Grüßen Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und BetriebeReferat III B – Digitalisierung, Mobilität, Gesundheitswirtschaft, Medien und Kreativwirtschaft III B 31 – Mobilität – Corona-Krise Mindestabstand im Taxi  Link wurde entfernt (deutsch, Taxiverband Berlin Brandenburg (TVB))

  • MOIA shutdown
    am 20. März 2020

    2020-03-20 Hamburg: Wie unsere Brotherswebsite “Die Klage” nicht ohne Hinweis auf “öffentliche Verkehrsinteressen” vermeldet, stellt “MOIA” seinen Betrieb ab 1. April in Hamburg und Hannover “vorübergehend” ein. – MOIA shutdown (deutsch, Die Klage)

  • Monaco bestätigt Verbot von Uber
    am 12. März 2020

    2020-03-12 Monaco: Es ist nur ein kleines Fürstentum und somit eine kleine Meldung. Aber „Angesichts des Anstiegs der Zahl der Fahrzeuge des Typs “UBER” auf monegassischem Gebiet, und dies ohne jegliche Betriebsgenehmigung und ohne den in Artikel 45 der Souveränen Verordnung Nr. 1.720 für ausländische Fahrzeuge vorgesehenen Aufkleber, hat die Regierung von Monaco beschlossen, eine spezifische Regulierungsmaßnahme für diese Tätigkeit zu ergreifen, um das Verbot dieser Art von Dienstleistungen auf dem Gebiet formell zu bestätigen“. (…) „Die Regierung von Monaco möchte daher die Nutzer dieser Art von Plattformen auf die betrügerischen Aktivitäten dieser Fahrer in Monaco aufmerksam machen und weist darauf hin, dass die Akteure des Fürstentums in diesem Bereich, nämlich Taxis und große Lieferfahrzeuge mit Fahrern, mehr als 220 Fahrzeuge zusammenfassen, die rund um die Uhr im gesamten Gebiet zur Verfügung stehen“. Warum sie sich allerdings nochmals mit “Vertretern” dieser mafiösen Firma zu Gesprächen “in Verbindung” setzen wollen, finden wir unnötig. Verbieten, verfolgen, ahnden! Das ist die Sprache, die Uber versteht. Vielleicht wollen sie denen ja doch noch ihre “Plaketten” verkaufen? – Mesures d’interdiction pour les véhicules de type « UBER » en Principauté (französisch, Regierung von Monaco – Fürstentum Monaco, “Maßnahmen zum Verbot von Fahrzeugen des Typs “UBER” im Fürstentum”, 11. März)

  • Taxibusiness in der Hauptstadt kam vergangene Nacht fast zum Erliegen
    am 12. März 2020

    2020-03-12 Berlin: Wir reden bislang nicht über Themen, von denen wir nichts verstehen. Dazu gehört ganz klar das Fachchinesisch der Bio-Chemiker und Virologen. Wir stellen prompt zwei vielleicht wichtige links heraus. Dazu gehört die Übersichtsseite der “Arbeitsagentur” wegen “Kurzarbeitergeld – Informationen für Arbeitgeber” und die echt kompliziert zu lesende und zu verstehende Ausarbeitung im “Merkblatt Kurzarbeitergeld – Informationen für Arbeitgeber und Betriebsvertretungen“. Durchhalten und noch mehr Druck machen ist die Devise! Echt schade, daß gerade auch die Freiluftveranstaltungen nicht respirieren können. Diesmal ist Vernunft angebracht und nicht politisch verbrämt.

  • Anschreiben des Frankfurter Taxirings an BundestagspolitikerInnen
    am 11. März 2020

    2020-03-11 Wie uns gestern ein Mitarbeiter des Frankfurter Taxirings mitteilte, hat dieser ein Anschreiben an die MdBs Ulli Nissen (SPD) und Janine Wissler (PdL) abgesandt. Eigentlich bräuchten diese wahrscheinlich gar nicht mehr einen solchen Hinweis, da sie wahrscheinlich längst verstanden haben, worum es in diesem Abwehrkampf geht und dem Taxigewerbe längst Unterstützung leisten. Weil es aber Querschlägereien aus der Taxipresse gab und die Bezahlpresse nebst “öffentlich-rechtlichen”, wie z.B. dem Berlin/Brandenburger “RBB”, der sich nicht mal entblödete, den Lampenputzer und wahrscheinlich klammheimlichen Sklavereibefürworter Mohnke vor seine Kameras zu zerren, die “Botschaft” nicht einheitlich und damit nicht klar genug hätte aufnehmen können, um die Öffentlichkeit zu erreichen, haben die Frankfurter Kollegen nochmal die rechtlichen Aspekte und humanistisch geregelten Grundwerte der Republik im Hinblick auf den kapitalistischen, marktradikalen Unfug, der leider auch im deutschen Bundestag teilweise fröhliche Urständ feiert, in diesem Anschreiben zusammengefasst. Wir hier als KollegInnen sind der Meinung, daß nicht nur das Taxigewerbe vorgeschoben gebrochen werden soll, sondern die Republik. Minister und Entscheider, die den marktradikalen Unfug unterstützen, sind als verfassungsfeindlich einzustufen. Der volkswirtschaftliche Schaden, den diese anrichten, lässt sich bereits klar in kapitalistischer Zählweise berechnen. Hinfort mit diesen Abtrünnigen! Es kann nicht sein, daß Staatsvertreter einer Republik wegen der dahinschmelzenden Kriegskasse von egoistischen Marodeuren republikanische Grundsätze verraten! Weil der Kollege uns kontaktierte, entschieden wir in gemeinsamer Absprache, das Anschreiben öffentlich zu machen. Die Kundgebung findet jedenfalls am 13. März auf dem Römerberg, Frankfurt/a.M. statt. Das wisst Ihr aber schon, weil es sehr gut ist, daß wir eine “Taxipresse” haben! UPDATE: Die Kundgebung wurde abgesagt, ein Ersatztermin wird rechtzeitig angekündigt. Der Taxiverkehr ist mit einem Beschluss vom Bundesverfassungsgericht als ein zu schützendes Allgemeingut eingestuft worden. Der Taxiverkehr ist Daseinsvorsorge.Der Taxiverkehr unterliegt der hoheitlichen Gewalt.Die hoheitliche Gewalt mit den wichtigen und notwendigen Merkmalen der Verwaltungsakte, mit gesetzlich vorgegebener Klarheit, sind wichtige Voraussetzungen bei der verantwortungsvollen Personenbeförderung. Die bestehenden Personenbeförderungsgesetze und die Taxiordnungen beinhalten unter anderem auch die Marktverhaltensregeln. Die Straßenverkehrsordnungen gehören auch dazu. Die öffentliche Sicherheit und Ordnung kann nur der Staat garantieren.Die besiegelten, von den Behörden ausgestellten Genehmigungsurkunden, garantieren bis heute für den Taxiverkehr. Die Aufsicht über den Verkehr mit Taxen und über die Personenbeförderung im Rahmen der Personenbeförderungsgesetze hat die vollziehende Behörde. Der allgemeine Schutz des wichtigen Verkehrs mit Taxen ist gewährleistet. Die hoheitlichen Vorgaben, wie zum Beispiel Tarif – Beförderungs – und Betriebspflicht, haben sich jahrzehntelang im allgemeinen Interesse bewährt. Die ausgewogene Tarifgestaltung, die eine Eigenwirtschaftlichkeit für die Taxiunternehmer ermöglicht, ist im Einklang mit dem Gemeinwohl und unterliegt der Behörde. Eine unkalkulierbare Preisgestaltung bei der Beförderung ist für alle ausgeschlossen. Die Bonität der Unternehmen, die Zuverlässigkeitsvoraussetzungen und der Zugang zu der verantwortungsvollen Personenbeförderung der Taxifahrer basieren auf den gesetzlichen Vorgaben und Kriterien. Die Voraussetzungen werden ständig geprüft und sind jederzeit gewährleistet. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass durch den politischen Willen und durch politisch wirksame Kräfte Einiger der bestehende Taxiverkehr immer mehr in Frage gestellt wird. Wird hier nicht schon durch den politischen Willen die Rechtslage ignoriert und durch die Akteure ausgehöhlt? Das bestehende und gültige Personenbeförderungsgesetz §49, mit der eingebundenen und sehr genauen Beschreibung der Rückkehrpflicht für Mietwagen, wird von diesen schon jetzt missachtet und unterlaufen. Verstöße gegen die Rückkehrpflicht sind in ganz Deutschland flächendeckend bewiesen, dokumentiert und allgemein bekannt. Gerichte müssen sich jetzt damit befassen. Wie ist in diesem Zusammenhang die wichtige persönliche Zuverlässigkeit der Personenbeförderer zu bewerten, wenn schon jetzt gegen die Rückkehrpflicht verstoßen wird? Die vielen Urteile der Gerichte werden von den Beklagten (Konzernen) immer wieder mit leicht abgewandelten Geschäftsmodellen unterlaufen und nachgebessert. Die Prozesse können Jahre dauern. Die Konzerne sind in den Beförderungsmarkt massenweise bei bestehender Rechtslage (z.B. §49) eingedrungen, obwohl die rechtlichen Grundlagen nicht vorhanden sind. Diese mehr oder weniger kontrollierte Praxis geht zu Lasten der Wirtschaftlichkeit aller Beförderer! Letztendlich sind die Existenzen der vielen Taxiunternehmer und Fahrer in Deutschland gefährdet.Wo ist die besiegelte Aufsicht der Behörde? Wo ist der schutzwürdige Verkehr mit Taxen geblieben?Die politisch Verantwortlichen sind nicht mehr in der Lage der Sache zu begegnen.Die angepriesenen, sogenannten innovativen Konzepte sind nicht zu erkennen. Die innovativen Konzepte bei der Fahrtenvermittlung (App) sind keine wirklich technische Erneuerung und beim Taxiverkehr schon seit Jahren in der Praxis etabliert. Mittlerweile gibt es im bestehenden Taxiverkehr viele Anbieter. Die fahrgastnahe Vermittlung und Beförderung hatte schon immer, solange es Taxi gibt, eine Priorität. Die Beförderung mit dem sogenannten Sammeltaxi hat es schon vor 30 Jahren gegeben und ist nichts Neues. Taxiverkehr ist ein wichtiger Individualverkehr und sollte es auch bleiben. Mit der Beförderungs- und Tarifpflicht ist die Daseinsvorsorge und der Schutz aller gewährleistet. Der im großen Stil vielversprechende und verlockende Markt der Personenbeförderung, mit den sogenannten innovativen Konzepten wird immer mehr vorangetrieben. Will man den hoheitlich eingerichteten und beaufsichtigten Taxiverkehr opfern für eine Personenbeförderung, die zum Beispiel abhängig ist von der Gewinnoptimierung börsennotierter Konzerne. Wer garantiert für die individuelle Beförderung des einzelnen Fahrgastes (Daseinsvorsorge)? Die Beförderung von Fahrgästen darf nicht im Ermessen eines Konzerns liegen, bei dem die Gewinnmaximierung das unternehmerische Handlungsmotiv ist. Mit Rabattaktionen sind die Konzerne in den Markt der Personenbeförderung eingedrungen um diesen zu beherrschen. Dieses führt schon jetzt zu Wettbewerbsverzerrungen zugunsten der großen Akteure und festigt immer mehr die beherrschende Vormachtstellung der Konzerne auf dem Markt. Das Marktangebot der Beförderer, einschließlich Taxi, darf nicht abhängig sein von Konzernen oder dem freien Markt überlassen werden. Eine Preisdiktatur darf es nicht geben.Die Selbstregulierungsmechanismen des Marktes sind nicht mehr kalkulierbar und greifen nicht.Das Entstehen von wirtschaftlichen Vormachtstellungen muss verhindert werden. Der Taxiverkehr wird in Deutschland von ca. 150000 Menschen ausgeübt. Seit Jahrzehnten sind viele Taxifahrer, vor allem auch die mit Migrationshintergrund, dem Taxigewerbe mit Dankbarkeit verbunden. Für sie war und ist es die Möglichkeit, ihre Existenz und damit ihren Lebensunterhalt in hoheitlich geordneten Verhältnissen zu sichern. Perspektivisch wird sich daran nichts ändern. Diese Perspektiven dürfen den vielen Menschen nicht genommen werden. Sie dürfen nicht dem Risiko ausgesetzt werden. Schon jetzt sind Unsicherheit und Existenzängste die ständigen Begleiter bei der Berufsausübung. Die gesamte Personenbeförderung darf nicht zu einem unüberschaubaren Pilotprojekt werden, bei dem es Opfer gibt!Der politische Wille ist nicht erklärbar. Der Verbraucher und alle Beteiligten müssen geschützt werden vor wirtschaftlichem Machtmissbrauch. Die politisch Verantwortlichen sollten schon zum jetzigen Zeitpunkt und bei den jetzigen Entwicklungen und Bedingungen erkennen, dass die Verhütung des Missbrauchs wirtschaftlicher Machtstellung, im Interesse aller notwendig ist, bevor es zu spät ist.  

  • Schützenhilfe für Taxibranche
    am 29. Februar 2020

    2020-02-29 Berlin: Nicht ganz, Herr Freutel. Mit den im Umland angemeldeten Mietwagen dürften es bereits über 4000 sein. Diesen Versuch einer Hinhaltetaktik vonseiten der Verkehrssenatorin lehnen wir ab. Längst hätte sie etwas tun müssen und können.  Mit »langem, langem Nichtstun hat man einer Schwemme an Mietwägen und Anbietern Vorschub geleistet«, beklagte er am Dienstag im Gespräch mit jW. Hauptursachen wären ein ausgeprägter »Kontrollmangel« infolge des Personalnotstands in der Verwaltung und ein »Verantwortungswirrwarr«, bei dem sich drei Senatsstellen gegenseitig in die Quere kämen. (…) In Berlin verstopften dagegen inzwischen über 3.000 buchbare Fahrzeuge von mehr als 500 Anbietern die Straßen. »Dieser Verkehrskollaps ist hausgemacht«, bekräftigte der Verbandschef. – Schützenhilfe für Taxibranche (deutsch, junge Welt, „Support for the taxi industry“, 27. Februar)

  • Update vom Update
    am 25. Februar 2020

    2020-02-27 Berlin: Der Text, der hier stand, ist obsolet geworden. Wir danken der Taxi Gruppe Berlin für ihre Umsichtigkeit und für ihren positiven Willen, die Reihen zu schließen. Nur alle gemeinsam sind wir eine starke Stimme! Für den Erhalt unserer Existenzen! Gegen den absurden Griff der Geldbesitzer und Konzerne nach unserem Lebenserhalt! Für das Wachrütteln der Politischen Klasse! In Berlin wird manchmal gestritten, aber es wird sich auch wieder vertragen. Das macht Menschlichkeit aus. Alle  Argumente des Gegners konnten bis jetzt international zerlegt werden.   Er ist nicht freiheitlich.  Er ist nicht sozial. Er ist nicht wirtschaftlich. Er ist nicht modern. Er ist noch nicht mal umweltfreundlich. Er ist ein mieser Revisionist, der die sozialen Errungenschaften und positiven Erfahrungen damit wieder ins Sklavenzeitalter zurückdrehen will! Senden wir also gemeinsam ein Signal aus Berlin in die Republik, daß das Taxigewerbe gemeinsam ohne wenn und aber kämpfen kann! Wir stehen mit der Taxi Gruppe Berlin!    

  • Gesaffelstein – Pursuit (2013)
    am 22. Februar 2020

    2020-02-22 Weil mal wieder “Berlinale” ist…. 2013 Parlophone / Warner Music France, a Warner Music Group Company Performance: Gesaffelstein Mastering Engineer: Simon Davey Composer, Lyricist: Mike Levy

  • Vince Staples – Señorita (2015)
    am 22. Februar 2020

    2020-02-22

  • Moia entlässt in Hamburg 100 Festangestellte, sucht stattdessen 450€ Jobber
    am 22. Februar 2020

    2020-02-22 Hamburg: Wie unsere Partnerseite berichtet, wird nun die vom VW-Chef bereits angekündigte Kostenbremse angezogen. Details entnehmt ihr bitte dort. – Machtlos bei Moia (deutsch, Die Klage, “Powerless with Moia”)

  • Uber-Gringos zurück in Kolumbien: Taxigewerkschaft kündigt Streik an
    am 22. Februar 2020

    2020-02-22 Bogotá, Kolumbien: Das investigative kolumbianische Nachrichtenmagazin “Semana” schrieb gestern dazu: Taxifahrergewerkschaft will landesweit streiken Die Entscheidung wurde nach der Nachricht von Ubers Rückkehr in das Land getroffen. Alle Gewerkschaftsführer würden nach Bogotá kommen, um zu protestieren.Die Rückkehr Ubers in das Land löste eine Reihe von Reaktionen aus. Einige Nutzer konnten ihre Freude darüber nicht verbergen, dass sie wieder auf die Plattform zählen konnten, aber andererseits kamen die Nachrichten nicht gut an. Schon sehr früh sprach Hugo Ospina, Präsident des Verbandes der Taxibesitzer und -fahrer (APTC), darüber. In einem Interview mit Semana verglich Ospina Uber “und alle Plattformen” mit der ELN-Guerilla, sagte er, “weil sie gegen das Gesetz verstoßen”. Er versicherte auch, dass “er sich von Präsident Duque verraten fühlt”.Später versicherte er in einem Video, dass die Taxifahrer in den nächsten Tagen streiken werden, weil sie die Rückkehr der Plattform als “Angriff der Kongressabgeordneten” betrachten.“Heute sollten wir ruhig bleiben, damit sie morgen nicht sagen, dass wir diejenigen sind, die auf den Straßen der Hauptstadt Chaos verursachen”, sagte Ospina in derselben Erklärung. Er fügte hinzu, dass der Streik landesweit stattfinden wird, so dass alle Führer dieser Gewerkschaft an diesem Tag nach Bogotá kommen können.Estefanía Hernández, die Managerin von Taxis Libres, sagte im Radio, dass sie nicht glaubt, dass ein Streik die Lösung sei, sondern dass sie auch nach einem Weg suchen, um gegen die Rückkehr von Uber in das Land zu protestieren.Ubers Antrag war am 31. Januar in Kolumbien eingestellt worden. Sein Abgang erfolgte inmitten von Spannungen zwischen der nationalen Regierung und mehreren Gewerkschaften, die sich an dem nationalen Streik beteiligt hatten, der am 21. November 2019 seinen ersten Tag hatte.Nach der damaligen Änderung des Diskurses der Taxifahrer und ihrer Weigerung, die Demonstrationen gegen Präsident Duque zu unterstützen, kam in einigen Bereichen die Theorie auf, dass die Taxifahrer mit dem Präsidenten vereinbart hatten, die Plattform zu verlassen, um sich im Gegenzug nicht an den Protesten zu beteiligen, doch sowohl der Präsident als auch die Superintendentin haben diese Vorwürfe zurückgewiesen.Die Abwesenheit von Uber dauerte jedoch nur 20 Tage, da an diesem Donnerstagmorgen die Inbetriebnahme der US-Verkehrsvermittlung die Rückkehr der Plattform in das Land mit einem neuen Modell und neuen Funktionen ankündigte. Das neue Modell, das zeitlich begrenzt ist, ermöglicht es den Nutzern, ihr Ziel durch die Anmietung eines Autos mit Fahrer zu erreichen. “Wie? Indem wir einen Vertrag über unsere Anwendung mit einem einzigen Klick annehmen”, sagt das Unternehmen, das in mehr als 70 Ländern vertreten ist. Sie führten auch fünf neue Dienstleistungen ein, darunter die stundenweise Anmietung eines Fahrzeugs. – Gremio de taxistas irá a paro nacional (spanisch, Semana, “Taxifahrergewerkschaft will landesweit streiken”)    

  • Taxidemos in Berlin und Hamburg gegen staatlich gedeckte Konzernwillkür
    am 22. Februar 2020

    2020-02-22 Taxifahrerproteste in Hamburg und Berlin: Zwei Stadtstaaten, ein gefallener Groschen. Kein Grund, sich durch Spaltungsversuche seitens der “Springer SE”, die mit ihren Aktienankäufen seit Ubers Börsengang im letzten Mai vermutlich ordentlich unter Wasser geraten ist, auseinanderdividieren zu lassen. Springers angemottetes Bewußtseinsmanagement ist von Gestern.  Die “Soziale Marktwirtschaft”, diese seit der Agenda 2010 längst zu Schanden gerittene Chimäre geistert zwar noch in den Köpfen – auch eines Redners auf der Demo vorm Roten Rathaus – herum, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Der Éklat besteht jedoch längst schon im korporativen Verhalten der politischen Klasse und deren untergebener Verwaltungshierarchie. Der Kuschelkurs mit neokonservativen Unternehmensberatungen, das Beklagen dieses Undings eines “Gewährleistungsstaates”, der Ausverkauf staatlicher Obliegenheiten an Konzerne, deren Besitzer vor Liquidität kaum laufen können. Das ist die Gangart des sich als “Mitte in grünem Nebel” gerierenden rechten Randes von CDU/CSU über FDP und Grüne bis hin zur AFD. Marktradikalismus pur und maximale Heuchelei. Es ist ein böses Erwachen bei den seit Jahrzehnten altgedienten Einwanderern, daß nach dem “Jede/Jeder kann es schaffen” auf dem scherbenübersäten Tortenboden der verlogenen Staatsräson eine neue rechtlose und total überwachte, ferngesteuerte Sub-Paria-Klasse eingezogen werden soll, was Erstere die Existenzgrundlage kosten wird. Wenn sich vorgebliche Antagonisten wie ein Özdemir und ein Scheuer gegenseitig versichern, eine “Verkehrswende” auf den Weg zu bringen, dann wissen alle, daß an einer neuen Geldpeitsche für’s Gevolk gebastelt wird. Die Berliner Senats-SPD und Senats-PdL tun genau das Richtige und drängen den Fuß von Daimler Benz und ViaVan aus dem Türrahmen der Daseinsvorsorge heraus und verweigern der unwirtschaftlichen Konzernutopie das sauer verdiente Geld der Steuerzahler. Die SPD kann gerade jetzt nur gewinnen, wenn sie denn auch ihre Beteiligungen an “Clever-Shuttle” in Leipzig und Dresden annuliert.   Die Hamburger Kollegen, die, wenn vielleicht auch nicht in Bezug auf Moia, so doch im Bezug auf Uber und Freenow-Mietwagen-Geschehen einen gewissen Rückhalt durch die Verkehrsbehörde geniessen, forderten Daimler auf, von den illegalen Geschäftspraktiken abzulassen: In Berlin fehlt dieser Rückhalt völlig, hier ist das Personenbeförderungsgesetz vollends zur Makulatur degeneriert. Hier braucht es einen Weckdienst für die Politiker, die Behörden, die Öffentlichkeit. Regierung und Verwaltung haben das Interesse an ihrem Arbeitsgebiet offenbar verloren, wenn sie es denn jemals hatten. In Gesprächen mit dem Taxigewerbe zeigen sich die Allermeisten verständnisvoll, zu Taten führt dies allerdings nicht. Auch der Bundesverband für Taxi und Mietagen e. V. zeigt sich der Taxitimes gegenüber verständnisvoll: “Dass es jetzt zu solchen Kundgebungen kommt, ist Ausdruck der Existenznot unserer Kolleginnen und Kollegen, für die wir ausdrücklich größtes Verständnis haben.” Distanziert verständnisvoll. Warum nicht ein Satz wie “Existenznot…, wegen der wir Politik und Behörden eindringlich auffordern, endlich ihren Aufgaben nachzukommen.”?Herr Oppermann (Bundesverband) gibt die Antwort: „Es handelt sich nicht um eine Kundgebung des Verbands oder der im Bundesverband organisierten Verbände, da wir derzeit in einem intensiven politischen Dialog zur künftigen Marktordnung stehen und diesen konstruktiv weiterführen wollen“. Welches Wort passt nicht zu den anderen? Marktordnung?Die Solidarisierung im Vorfeld mit dem Protest von Taxifahrern und Taxiunternehmern hätte also ein Hindernis für konstruktives Weiterverhandeln dargestellt? Was verhandelt der Bundesverband in unserem Namen? Öffentlichkeit tut Not. Die Kombination von fehlender Kommunikation zur Basis und Verhandlungen über eine “Marktordnung” wirft die Frage nach der Bedeutung des Wortes “Interessensvertretung” auf. Vielleicht also, statt über Marktordnung, mal über geltendes Recht und dessen Umsetzung nicht verhandeln, sondern diese einfordern?! Und währenddessen noch mal über den Unterschied zwischen Marktordnung und Daseinsvorsorge nachdenken.  

  • Labour-geführter Stadtrat von Birmingham verlängerte Lizenz für Uber
    am 19. Februar 2020

    2020-02-19 Birmingham, England: Ist uns unter anderem vorletzte Woche durch die Lappen gegangen. Nach der vorhergegangenen, hoffnungsfrohen Ankündigung, die Lizenz für Ubers zweitwichtigsten Markt in England solange nicht zu verlängern, bis die Londoner TfL darüber entschieden hat, ob Uber denn nun “fit und proper” sei, ist der von Labour geführte Stadtrat von Birmingham bereits am 9. Februar umgekippt und hat die Lizenz für zunächst zwölf Monate verlängert. Weiter freie Fahrt für Dilettanten. – Uber Birmingham: Taxi app firm has licence renewed (englisch, BBC, “Uber Birmingham: Taxi-App-Firma bekommt Lizenz erneuert”, 10. Februar)

  • Frederick Delius – A Mass of Life (1904/05)
    am 16. Februar 2020

    2020-02-16 Eine Messe des Lebens (1904/05) für Solisten, Chor und Orchester (engl. A Mass of Life) • Bournemouth Symphony Orchestra and the Bach Choir conducted by David Hill

  • Investoren treten auf die Bremse bei Automobilneugründungen: Der Eifer für selbstfahrende Technik kühlt ab
    am 14. Februar 2020

    2020-02-14 Detroit: Wir haben, so gut es ging, keine Möglichkeit ausgelassen, auf Artikel hinzuweisen, die deutliche Zweifel an der schnellen Entwicklung des “autonomen Fahrens” anklingen ließen. Man gebe in unserer Volltextsuche einfach mal “autonom” ein… Unvergessen auch der ikonenhafte Schnappschuß des französischen “Business Insider” vom April letzten Jahres, als die wissenschaftliche Leiterin von Ubers ATG, Raquel Urtasun, eingestand, daß es mit dem “autonomen Fahren” wohl noch lange dauern würde und sich damit die einzige Chance für Uber, jemals profitabel werden zu können, in Luft auflöste. Wer in den Jahren zuvor jemals mit einem Regelungstechniker gesprochen hatte, wusste bereits, daß Fuzzylogik nicht nur ein mathematisches Problem, sondern für das “autonome Fahren” ein schier Unlösbares werden würde.Obwohl der folgende Artikel einen gewissen Brechreiz ob der unverschämten Summen frei floatierenden Kapitals von den falschen Händen in die falschen Hände erzeugt, haben wir ihn übersetzt. Zeigt er doch deutlich auf, in welche Richtung es nunmehr geht. Trotz der unschlagbaren Stärke des Taxigewerbes, dezentral organisiert zu sein, schwarmmäßig eben, böten sich ja da vielleicht sogar zentralistische Chancen bei der elektrisierten Flottenfahrerei, wozu schon Bernd Stumpf auf der letztjährigen Mitgliederversammlung der Berliner TaxiInnung am 4. November einen rationalen, durchgerechneten Optimismus verbreitete. Auch wenn klar sein dürfte, daß die Ressourcen begrenzt sind, muß auf jeden Fall das Taxigewerbe als Bestandteil des ÖPNV auch in Zukunft zu den Begünstigten gehören. Investoren treten auf die Bremse bei Automobilneugründungen Der Eifer für selbstfahrende Technik kühlt ab und in Detroit wird ein Beschleuniger abgeschaltet   Letztes Jahr nannte Ted Serbinski seinen Beschleuniger, Techstars Detroit, das “‘Comeback City’s’ Startup-Ökosystem”. Seit 2015 hat der Beschleuniger 54 Unternehmen aus dem Transportwesen unterstützt und betreut, mit der Finanzierung einiger großer Transportnamen wie Ford, Honda, AAA und Nationwide. Zu den Erfolgsgeschichten gehörten Cargo, ein Startup, das Ride-Hailing Fahrern hilft, ein zusätzliches Einkommen zu erzielen, indem es fahrerfreundliche “Convenience Stores” aus ihren Autos betreibt; Splt, ein Mitfahrunternehmen, das 2018 von Bosch übernommen wurde; und Acerta, das maschinelles Lernen auf die Automobilherstellung anwendet. Aber in diesem Jahr wird Techstars Detroit keine neuen Unternehmensgründungen aufnehmen. Stattdessen wird es geschlossen, wie TechCrunch bereits berichtet hat. “Im Moment gibt es keine Finanzierung”, sagt Serbinski, der Geschäftsführer des Beschleunigers. Ein Teil des Zusammenbruchs der Organisation ist auf interne Probleme innerhalb von Techstars zurückzuführen, einem globalen Netzwerk von Beschleunigern und selbst einem Start-up, sagt Serbinski. Aber der Risikokapitalgeber gibt auch dem Fahrtwind innerhalb der Automobilbranche die Schuld: eine Verlagerung weg von Investitionen in autonome Fahrzeuge und hin zur Elektrifizierung und eine Hinwendung (kein Wortspiel beabsichtigt) zu weniger experimentellen Unternehmen, die tatsächlich Geld verdienen können. Die Zahlen des Daten- und Forschungsunternehmens Pitchbook, die letzte Woche veröffentlicht wurden, sind aufschlussreich. Die Unternehmen im Bereich “Mobilität”, zu dem die Unternehmen gehören, die an autonomen und elektrischen Fahrzeugen, Ride-Hailing, Autohandel, Transportlogistik und Mikromobilität arbeiten, brummen immer noch und beschafften 33,5 Milliarden Dollar an Risikokapital aus 756 Transaktionen im Jahr 2019. Aber das sind 25,2 Milliarden Dollar weniger und 130 weniger als im Jahr zuvor. Die Autohersteller, inspiriert von den staatlichen Vorschriften in China und Europa und dem Versprechen, leichter zu bauen und billiger zu warten, gießen weiterhin Milliarden in die Elektrifizierung ihrer Angebote, wie die Daten zeigen. Aber sie zogen sich von “Mobility-as-a-Service”-Angeboten wie Car-Sharing zurück. Die riesigen Investitionen des letzten Jahres in autonome Fahrzeugfirmen wie Aurora und Nuro hielten die Gesamtsumme, die in den Roboterauto-Sektor floss, auf Rekordniveau. Aber es gab weniger Abschlüsse, und die Investitionen in der Anfangs- und Start-up-Phase in AV-Fahrzeuge nahmen ab – ein Zeichen dafür, dass die Branche weniger lebhaft und reifer wird. Autonome Fahrzeuge “befinden sich definitiv in dieser ‘Talsohle der Desillusionierung'”, sagt Tarek Elessawi, ein Direktor des Frühphasen-Investors Plug and Play, und verweist auf die Phase im “Hype-Zyklus” des Beratungsunternehmens Gartner, in der das Interesse an einer einstmals heißen Technologie abklingt. “Wir waren in den Jahren 2016 und 2017 ziemlich optimistisch darüber, wohin sich die Autonomie entwickeln würde. Dann, 2018, begann der Pragmatismus zu greifen.” Ende 2018 räumten sogar die vermeintlichen Branchenführer von Waymo ein, dass sie nicht bereit waren, völlig fahrerlose Autos auf die Straßen zu lassen. Laut dem Prognosedienst LMC Automotive sind die weltweiten Autoverkäufe im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent zurückgegangen. Besonders ausgeprägt war der Einbruch in China, wo die Verkäufe von Leichtfahrzeugen um 8,3 Prozent zurückgingen, der stärkste Rückgang seit mindestens 20 Jahren. Teilweise als Folge davon, so sagen Risikokapitalgeber, sind Automobilunternehmen und Zulieferer mehr daran interessiert, sich auf das zu konzentrieren, was sie am besten können – Fahrzeuge herzustellen und neue Hardware zu entwickeln – als wilde Experimente in Unternehmungen, die vielleicht oder vielleicht auch nicht gewinnbringend sind. Im vergangenen Jahr hat Ford seinen kürzlich erworbenen Shuttle-Service Chariot eingestellt, und General Motors, Daimler und BMW haben ihre Carsharing-Dienste in den USA eingestellt. Diese Projekte waren Überbleibsel der Aufregung um die Mobilität – und eine gewisse Angst vor Emporkömmlingen wie Uber, die einst drohten, das Automobilspiel neu zu schreiben, aber jetzt mit Fragen der Rentabilität kämpfen. Jetzt sei “das experimentelle Geld und der Zugang zu leichtem Geld in der Automobilindustrie weg”, sagt Serbinski. Er sagt, er werde die Unternehmen, die aus den lokalen Techstars hervorgegangen sind, weiterhin beraten und in den Transportbereich investieren. Wenn es um die Elektrifizierung geht, geben die meisten Autohersteller den Großteil ihrer Forschungs- und Entwicklungsgelder intern aus. “Sie haben das Gefühl, dass sie eine Menge Kompetenz im eigenen Haus haben, wo sie Heerscharen von Leuten in der Hardware und der Fertigung haben”, sagt Quin Garcia, der Geschäftsführer und Mitbegründer von Autotech Ventures, das in den Bereich des Bodentransports investiert. Startups sollten eine größere Rolle bei der Elektrifizierung der weltweiten Infrastruktur spielen, sagt er. Autotech Ventures investierte zum Beispiel in Volta Charging, das werbefinanzierte Ladestationen baut, die für die Fahrer von Elektrofahrzeugen kostenlos sind. Im Gegensatz zu Roboterautos, sagen Risikokapitalgeber, fühlt sich die Elektrifizierung sehr real an. – Investors Hit the Brakes on Automotive Startups (englisch, Wired, “Investoren treten auf die Bremse bei Automobilneugründungen”, 9. Februar)  

  • Australien: Das Wachstum von Fahrdiensten wie Uber und Ola ist in NSW eingebrochen, wobei einige Kunden glauben, dass sie gegenüber Taxis kaum Vorteile haben
    am 12. Februar 2020

    2020-02-12 Sydney: Laut der jährlichen Umfrage des Independent Pricing and Regulatory Tribunal hat New South Wales 2019 einen “natürlichen Gleichgewichtspunkt” gefunden, wobei die Fahrdienstleister nur um 3% statt 12% im Vorjahr gewachsen sind. “Nach einer konstanten Wachstumsrate, die bei beiden Erhebungsmethoden von 2014 bis 2018 beobachtet wurde, zeigen die Daten für 2019 ein Plateau der Fahrdienstnutzung, das ungefähr dem Niveau der Nutzung von Taxis entspricht”, stellte das Tribunal in seiner 3.000-Personen-Umfrage fest. (…) Die Umfrage deutet auch darauf hin, dass Berichte über den Tod von Taxis stark übertrieben wurden. Während Uber, Ola, DiDi und andere den Sektor sicherlich wieder in Schwung gebracht haben, scheinen Taxis sich gut zu halten, denn 49% der befragten Sydneysider berichteten, dass sie in den letzten sechs Monaten in einem Taxi gefahren sind. Außerhalb von Sydney haben Taxis in der Tat eine stärkere Basis. In städtischen Gebieten wie Newcastle, Wollongong, Gosford und Wyong haben die Fahrdienste noch keinen Marktanteil von 30%. Die Taxifahrer haben inzwischen ihr angeschlagenes Image im Jahr 2019 verbessert, wobei sie in Bezug auf Sicherheit, Navigation und Fahrerfähigkeiten höher bewertet werden als Uber. (…) Interessanterweise hat sich jedoch die Zufriedenheit mit den Taxitarifen in den letzten fünf Jahren stetig verbessert, was darauf hindeutet, dass sich der Preisunterschied zwischen Taxis und solchen (Diensten) wie Uber verringert.Da Uber und andere Fahrdienste bekanntermaßen unrentabel sind, da sie um Marktanteile kämpfen, bleibt die Frage offen, wie lange sie noch mit Verlust fahren können. – The growth of rideshare services like Uber and Ola has slumped in NSW, with some punters believing they have little advantage over taxis (englisch, Business Insider Australia, “Das Wachstum von Mitfahrdiensten wie Uber und Ola ist in NSW eingebrochen, wobei einige Kunden glauben, dass sie gegenüber Taxis kaum Vorteile haben”)

  • Bundestag sucht Experten für Bargeldbeseitigung
    am 12. Februar 2020

    2020-02-12 Frankfurt/M.: Der Wirtschaftsjournalist und Ökonom Norbert Häring weist in seinem Blog auf Folgendes hin: „Für sein Projekt „Welt ohne Bargeld“ schreibt ein Bundestagsausschuss ein Gutachten aus, das helfen soll, den Weg dorthin zu ebnen und die Bevölkerung von ihrer „Bargeld-Obsession“ zu befreien. …Das Projekt heißt ausführlich „Welt ohne Bargeld – Veränderungen der klassischen Banken- und Bezahlsysteme“. (…) Wir lassen uns natürlich gern eines Besseren belehren. Schließlich behaupten ja alle im Bundestag vertretenen Parteien nach außen, dass sie keineswegs etwas gegen das Bargeld hätten und nicht an seiner Abschaffung interessiert seien. Das gilt sogar für die Parteien, die die Regierung tragen, welche der Better Than Cash Alliance Geld gegeben hat und in der Anti-Bargeld-Allianz der G20 mit dem Tarnnamen Global Partnership for Financial Inclusion zusammen mit dieser Better Than Cash Alliance an der globalen Bargeldzurückdrängung arbeitet“. – Bundestag sucht Experten für Bargeldbeseitigung (deutsch, Norbert Häring, “War on Cash in Germany: Parliament is Looking for Anti-Cash-Experts”, 6. Februar)

  • Peter Teffer entlarvt die Lobbyarbeit bei der EU: ‘Uber & Co investieren stark’
    am 11. Februar 2020

    2020-02-11 Brüssel: Mit der thrillerartigen Publikation “Dieselgate: Wie die Industrie betrog und Europa scheiterte” (2017), deckte der Enthüllungsjournalist Peter Teffer (38) die Beziehung zwischen der “Brüsseler Blase”, wie die Eurokratie genannt wird, und der listigen Lobbyarbeit der Autoindustrie auf. Demnächst erscheint “Sieht so aus, als ob Washington das tut” – Wie Lobbyisten Brüssel im Griff haben.Daß Neelie Kroes sich nach ihrem Mandat als Handelskommissarin von Uber als Mitglied des politischen Beirates von Uber hat “verdrehtüren” lassen, wussten wir bereits, bevor wir diese website hier starteten. Was wir nicht wussten, sind z.B. die Summen, die Uber in den Apparat gesteckt hat, um für sich ein günstiges Klima zu kaufen. Wir übersetzten einen Auszug aus dem Interview, welches das Brüsseler online-mag “Bruzz” mit Peter Teffer führte: Es ist jedoch bemerkenswert, dass die Beratungsunternehmen manchmal Arbeiten für die Abgeordneten ausführen, obwohl sie bereits über Assistenten verfügen. Ich bin manchmal von einer Beratungsfirma eingeladen worden, einen Abgeordneten zu einem Gesetzesentwurf über Düngemittel zu befragen. Später stellte sich heraus, dass die Lobbyorganisation der Düngemittelhersteller dahinter stand. Sie zitieren die Uberlobbyarbeit, die eine EU-Kommissarin verführt hat. Teffer: Ich wollte etwas über die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft demonstrieren, die zur Angelegenheit von EU-Kommissarin Neelie Kroes wurde (sie hatte das Wettbewerbsressort von 2004 bis 2010 und die Digitale Agenda von 2010 bis 2014, Hrsg.). Ab 2016 wurde sie Mitglied des politischen Beirats der internationalen Fahrdienst-Plattform Uber. Ich wollte auch zeigen, wie ein neues Unternehmen in einem neuen Sektor, der Sub-Wirtschaft, versucht, seine Interessen zu verteidigen. Und auch, wie es eine gewisse Verbindung zwischen einer politischen Bewegung und den Interessen dieses Unternehmens gibt. Kroes verteidigte Uber während ihres Mandats als EU-Kommissarin. Das Brüsseler Handelsgericht entschied, dass Uber gegen die Regeln arbeitete. Kroes schrieb in ihrem Blog über die Entscheidung, das private Fahrdienstunternehmen Uber mit einer Geldstrafe zu belegen. “Sie forderte die Menschen auf, sich bei der damaligen Brüsseler ‘Antimobilitätsministerin’ – wie Kroes sie nannte – Brigitte Grouwels (CD&V) zu beschweren, die sich selbst verteidigte”, schreibt Teffer in dem Buch. Laut Grouwels bietet ein System der Selbstkontrolle – indem es die Benutzer von Uber als Referenz bei der Beurteilung des Fahrers nimmt – keine Sicherheit. Die Fahrer müssen über eine Lizenz verfügen und staatliche Auflagen erfüllen, so Grouwels. Kroes sagte, das sei Unsinn. Teffer: Das wurde noch interessanter, als sie eineinhalb Jahre später bei Uber anfing zu arbeiten. Die Drehtür von der Politik zur Wirtschaft muss also im Auge behalten werden. Wer Politik macht, muss dem öffentlichen Interesse dienen, und wer für ein Unternehmen arbeitet, muss dem privaten Interesse dienen. Hat Kroes bereits an den Job bei Uber gedacht, als sie als EU-Kommissarin tätig war? Ich kann das nicht beweisen, aber es gibt Anzeichen dafür. Sie graben tief, um die Lobbyarbeit transparent zu machen. Teffer: Uber und andere Unternehmen haben in den letzten Jahren verstärkt in Lobbyingaktivitäten investiert. Aus offensichtlichen Gründen: strategische EU-Dokumente können Einfluss nehmen. In vier Jahren haben die Uberlobbyisten mit sieben EU-Kommissaren gesprochen und 59 Vereinbarungen mit der Europäischen Kommission erzielt, mehr als Apple, BMW oder Goldman Sachs. Im Jahr 2014 lag das Lobbying-Budget von Uber in Brüssel zwischen 50.000 und 100.000 Euro, 2016 betrug es 600.000 Euro und in den Folgejahren 900.000 Euro. Dieser Zeitraum fällt mit der Zeit zusammen, in der bei der Kommission strategische Dokumente über die Teilwirtschaft erarbeitet wurden. Der Begriff der partiellen Ökonomie bringt uns auf die falsche Spur des blinden Vertrauens in die Innovation. Teffer: Nach einer Weile änderte die Europäische Kommission den Begriff “sharing economy” in “collaborative economy”. Sharing oder Teilen klingt eher positiv, als ob man es tut, ohne eine Gegenleistung zu wollen. Während es Unternehmen sind, die Geld verdienen wollen, wie das börsennotierte Uber und die Mietstelle Airbnb. Sie haben ein Interesse daran, als eine Art hippieartige, glückliche, alternative Gesellschaft gesehen zu werden. Die Europäische Kommission wollte ein Strategiedokument über die Sub-Wirtschaft erstellen und darüber, wo bestimmte Aufgaben liegen. Schließlich sehen wir oft, dass es unklar ist, ob bestehende Regeln aus der analogen Welt direkt auf digitale Dienste anwendbar sind. Uber wollte, wie andere Unternehmen der Sub-Wirtschaft, den Inhalt dieses Dokuments beeinflussen. Laut Uber könnten staatliche Kontrollen durch Überprüfungssysteme ersetzt werden. Letztlich enthält das Strategiepapier der Kommission zwar eine vage und unverbindliche Formulierung, dass Gesetze ersetzt werden können, aber es warnt auch vor den dunklen Seiten der Sub-Wirtschaft. Was mir während der Lobbyarbeit, die ich recherchiert habe, aufgefallen ist, ist, dass es selten vorkommt, dass eine Partei alles mitnimmt. Es ist viel nuancierter. Das Ergebnis einer EU-Verordnung oder -Richtlinie ist oft das Ergebnis eines Kompromisses von Kompromissen, denn auf vielen Ebenen ist eine Mehrheit erforderlich: im Parlament, im Rat der EU, in dem große und kleine Mitgliedsstaaten sitzen und Ost, West, Süd und Nord Kompromisse eingehen müssen. Das Ergebnis von EU-Vorschriften ist oft eine Verwässerung des politisch Möglichen und nicht des Wünschenswerten. – Peter Teffer ontmaskert lobbywerk bij de EU: ‘Uber & co investeren sterk‘ (Niederländisch, Bruzz, “Peter Teffer entlarvt die Lobbyarbeit bei der EU: ‘Uber & Co investieren stark’, 9. Februar)

  • „UberX – In Berlin haben wir diese Plattform gar nicht…“(Zitat Regine Günther)
    am 6. Februar 2020

    2020-01-16 Neu auf taxi-innung.de: Verkehrspolitik? Schmierentheater!

  • Wissenschaftlich begründeter Konter aus Montréal: Spotlight auf die “uberisierte” Wirtschaft
    am 4. Februar 2020

    2020-02-04 Montréal, Provinz Québec, Kanada: Die kanadische Online-Zeitung “Der Krake” (pieuvre.ca) berichtet über eine Art “Briefing” vonseiten des Institutes für sozio-ökonomische Forschung und Information (IRIS) aus Montréal zum Thema Plattformkapitalismus. Wir möchten daran erinnern, daß die aktuelle Regierung der CAQ (Coalition Avenir Québec) in Québec mit ihrem Ministerpräsidenten François Legault und ihrem Verkehrsminister François Bonnardel die Zukunft der wirklichen Taxifahrer für den Plattformkapitalismus sehenden Auges ruiniert hat und die Taxifahrer dann auch noch mit lächerlichen Almosen abgefunden hat. Im wie meistens für kanadische Verhältnisse moderaten Duktus wird zwar nicht “Plattformkapitalismus plattmachen!” gefordert, sondern eher die erstarkende Organisationsbereitschaft der Arbeiter als Conclusio herausgestellt. Aber es kann als Aufruf und Ermutigung zur Reorganisation selbst des niedergedrücktesten Prekariates verstanden werden. Nicht unser Job, denn da wollen wir nicht hin! “Sozialdemokratie” steht längst nicht mehr gerade für Erstarkung des Druckes von Unten, sondern von Oben! Von irgendwelchen deutschen Wählern der sog. “Grünen”, die erst Rautenchucky wollten und nun in Scharen überlaufen, fangen wir jetzt auch nicht an. Sie sind deutschlands psychologische, kafkaeske Altneulast eines Albtraumes von Untertanen, den Heinrich Mann damals in seine Worte fasste und die auch heute nichts anderes interessiert, als ihre eigene Sauna. Wir können das Teil gerade nicht übersetzen, weil in Berlin endlich mal wieder eine Weltmesse ansteht. Und wir machen unsere Kohle auf der Straße. Aber Ihr könnt es euch ja selbst übersetzen, wenn es euch interessiert. Wir haben nur mal kurz den Artikel des Kraken vom 31. Januar übersetzt. Unser Dank geht an Sam Bouchal: Spotlight auf die “uberisierte” Wirtschaft   In einem neuen Informationsvermerk stellt IRIS, das Institut für sozio-ökonomische Forschung und Information, das Image der Kühnheit und Innovation der Uber-Unternehmen und anderer Akteure des Plattformkapitalismus infrage. Plattformkapitalismus in der Tat, weil diese verschiedenen Unternehmen hauptsächlich auf digitale Plattformen angewiesen sind, schreibt die Autorin der Notiz, Clara Dallaire-Fortier. Ihr zufolge führt das von diesen großen Unternehmen, insbesondere Uber, aber auch Airbnb, gewählte Modell zu “konzentrierten Gewinnen” und zu einer “Verantwortungslosigkeit der Plattformen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter”. Diese Mitarbeiter werden auch durch die Idee der Fluktuation der Belegschaft und die Idee der Freiheit, die die Unternehmen an ihre zukünftigen Mitarbeiter verkaufen, “verwundbar” gemacht, einschließlich, wie im Fall von Uber, Ihr eigener Chef zu sein und nur zu arbeiten, wenn Sie es wollen. Diese Ökonomie des “Teilens” sei daher ein Mythos, schreibt die Forscherin. Tatsächlich ist es für die großen Akteure auf diesem Gebiet sehr gut, diese Wirtschaftsstruktur so darzustellen, dass sie sowohl großen Unternehmen als auch kleinen Solidaritätsinitiativen zugute kommen kann; Tatsache bleibt, dass Uber, Airbnb und Lyft im vergangenen Frühjahr mit 76 Milliarden, 41 Milliarden bzw. 32,6 Milliarden Dollar bewertet wurden. Die große Mehrheit des in der “Sharing”-Wirtschaft zirkulierenden Geldes landet daher in den Taschen der großen Unternehmen des Sektors. Die Idee hinter diesem “neuen” Wirtschaftsmodell, argumentiert IRIS, ist die Destabilisierung eines Wirtschaftssektors in dem Versuch, ein Monopol zu errichten. Ob es sich nun um das Taxigewerbe handelt, das bereits stark reguliert war und mit großen Problemen zu kämpfen hatte, oder um die Vermietung an Touristen, wo die Regierungen bereits strenge Rahmen für Gasthäuser, Hotels und andere B&Bs aufgestellt hatten, neue Unternehmen sind angekommen, die versuchen, die bestehenden Formen zu durchbrechen und diese Wirtschaftszweige neu zu organisieren, oft ohne sich zur Einhaltung der geltenden Regeln verpflichtet zu fühlen. Dabei wurden die Regierungen überrumpelt, und die neuen Akteure waren in der Lage, Veränderungen herbeizuführen, zu stören, was das Ziel vieler zeitgenössischer neuer Unternehmen ist, die auf digitale Werkzeuge angewiesen sind, um erfolgreich zu sein. Laut Dallaire-Fortier befinden sich auch diese großen Unternehmen im Besitz riesiger Mengen persönlicher Daten, was zu Problemen mit dem Datenschutz führen kann. Glücklicherweise, so schreibt die Autorin des Briefings, “kommen die Arbeiter zusammen, um ihre Interessen besser zu verteidigen”. Ob es nun darum geht, bessere Arbeitsbedingungen zu erhalten, einen Angestelltenstatus zu erlangen oder andere Ziele zu erreichen, die Angestellten in dieser “gemeinsamen Wirtschaft” kämpfen gegen diesen Plattformkapitalismus, der versucht, die gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu Fall zu bringen. Der Text ist als *.PDF direkt bei IRIS unter diesem link downloadbar.  – Pleins feux sur l’économie « ubérisée » (französisch, pieuvre.ca, “Spotlight auf die “uberisierte” Wirtschaft”, 31. Januar)      

  • ROBOT FAIL from SILICON VAPOR by NETHERLANDS (2013)
    am 2. Februar 2020

    2020-02-02 ROBOT FAIL from Silicon Vapor by Netherlands, Brooklyn, New York (2013) SILICON VAPOR by NETHERLANDSTimo Ellis (gtr / vox) Thee Chuq (synthbass) Josh Musto (synthbass / aux) Damien Shane Moffitt (drums)

  • Die fiesen Uber-Gringos sind aus Kolumbien raus!
    am 2. Februar 2020

    2020-02-02 Kolumbien: Heulen, Zähneklappern und in Richtung Taxi nachtreten: Die Roßtäuscher und Bauernfänger aus Silicon Valley mußten ihren Plastikhut nehmen, nachdem alle rotzfrechen Versuche, die souveräne kolumbianische Regierung unter Druck zu setzen und zu spalten, ins Leere gingen. Der schönste Satz dieser Meldung, den wir auch in D – aber plötzlich! – lesen wollen, lautet: „Die mobile App des Ride-Hailing-Anbieters wurde am Samstag deaktiviert und die Nutzer sahen eine Nachricht mit der Aufschrift “Adios Colombia“. Der Gernegroß von einem Vize-Präsidenten für “globale öffentliche Politik” von Uber, Justin Kintz, dazu in einem Nachsatz: „Der Ruf Kolumbiens, offen für Innovationen zu sein, ist einfach auf dem Rücksitz eines Taxis weggefahren”. Er macht jetzt sicher seine Hausaufgaben, um zu lernen, was ein wirklicher Mensch ist. Glückwunsch aus Berlin an die Kolumbianische Regierung! – ‘Adios Colombia’: Uber Makes Its First Exit in Latin America (englisch, BNN Bloomberg, “Adios Kolumbien: Der erste Ausstieg in Lateinamerika”)

  • Demoaufruf in Hamburg: Free Now Down!
    am 30. Januar 2020

    2020-01-30 Hamburg: Vorwärts! – und nicht vergessen….. Um dem permanent auf uns als Taxigewerbe ausgeübten Leidensdruck durch Großkonzerne, weitgehend indifferenter Presse und skandalös geschauspielerter Ignoranz aufseiten der Politik, wie z.B. in Berlin durch die verantwortliche Verkehrssenatorin etwas entgegen zu setzen, kommt jetzt endlich der erste Demonstrationsaufruf aus Hamburg zum 20. Februar. Diesmal explizit gegen die sich als Abdecker des Taxigewerbes betätigenden Autokonzerne Daimler Benz und BMW mit ihrem Joint Venture “FreeNow”. Aus dem Flugi: „Wir schenkten ihnen Vertrauen und unsere Touren. Jetzt nehmen sie uns alles“. Eine willkommene Gelegenheit für alle, die schon lange in einer konzertierten Aktion ihre Kündigungen bei den jeweiligen Vertretungen der Firma einreichen wollten. Nähere Informationen sind abrufbar auf der website des Demonstrationsbündnisses “Pro Taxi”. – Free Now Down (deutsch, Pro Taxi, Free Now Down)

  • Bodek Janke – Eye Of The Tiger (2018)
    am 29. Januar 2020

    2020-01-29 Berlin: Release date 2018 / Dreyer Gaido Musikproduktionen Melissa Mary Ahern – vocals Philip Donkin – bass Bodek Janke – drums Kristjan Randalu – piano Atom String Quartet – strings Lyrics  

  • Bargeldfeinde erleiden im Hauptquartier New York schweren Rückschlag
    am 27. Januar 2020

    2020-01-27 New York: „Ein Tiefschlag für die Better Than Cash Alliance ist auch die Begründung für die Maßnahme, die mit großer Mehrheit beschlossen wurde: Finanzielle Inklusion nämlich. „Der Marktplatz der Zukunft muss den Bedarf verletzlicher New Yorker berücksichtigen“, schrieb der Sponsor des Gesetzes, Ritchie Torres in einer Presseerklärung. Auch wer kein Bankkonto hat, oder sich die Bankgebühren nicht leisten will, soll überall einkaufen und essen können. Damit betont der New Yorker Stadtrat, dass Bargeld das inklusivste Zahlungsmittel ist, weil jeder es ohne spezielle technische Einrichtungen und ohne Extrakosten nutzen kann“. Wer sich einen größeren Überblick durch Presseartikel zum vorliegenden Fall verschaffen möchte, kann zusätzlich bei “Naked Capitalism” eine Zusammenfassung von Jerri-Lynn Scofield lesen. – Bargeldfeinde erleiden im Hauptquartier New York schweren Rückschlag (deutsch, Norbert Häring, “Cash enemies suffer severe setback at New York headquarters”)

  • Frank Zappa – Sofa No.1
    am 25. Januar 2020

    2020-01-25 Frank Zappa – Sofa No.1  (One Size Fits All, 1975)

  • Uber macht sich auf Datenschlacht in Europa gefasst
    am 25. Januar 2020

    2020-01-25 Brüssel, eine Übersetzung: “Die Ride-Hailingfirma Uber will Anfragen von europäischen Städten nach Nutzungsdaten abwehren, da einige Informationen unter die GDPR (General Data Protection Regulation) fallen könnten. Das Unternehmen möchte, dass die EU-Städte einen Standard für die Daten entwickeln, die sie den Unternehmen zur Verfügung stellen wollen. Gemeinsame Nutzung von Daten Uber macht sich auf einen Zusammenstoß mit EU-Städten wegen Rollerdaten gefasst. Uber Technologies Inc. sagte, dass mehrere europäische Städte dem Unternehmen mitgeteilt hätten, dass sie Daten über die Nutzung ihrer Elektroroller und Fahrräder austauschen wollten, was zu möglichen Streitigkeiten über den Datenschutz ähnlich wie zwischen Uber und Los Angeles geführt hätte. Die Behörden in Paris, London, Brüssel und Lissabon erwägen unterschiedliche Ansätze, sagte eine Sprecherin von Uber und fügte hinzu, dass einige den Datenaustausch zu einem Teil der Genehmigungsanforderungen machen wollen. Rechtsexperten sagen, dass das Sammeln dieser Daten von Uber im Rahmen der GDPR eine Herausforderung darstellen könnte. Die Städte sind daran interessiert, Echtzeitdaten über Fahrrad- und Elektrorollerverleih zu analysieren, und zwar aus Gründen der Stadtplanung, der Verkehrsanalyse und um sicherzustellen, dass die Fahrzeuge an ihre Docks zurückgegeben werden. Zu viele Echtzeitdaten zu sammeln, könnte für die Städte nutzlos sein, sagte Ger Baron, Amsterdams Chief Technology Officer. “Wir müssen nicht die ganze Zeit wissen, wo sich jeder befindet”, sagte er. “Wir wollen wissen, ob es sich um ein echtes Geschäftsmodell handelt”, sagte er. Wird dadurch die Stadt ruiniert? Werden die Daten gestohlen?” Dazu ein paar Anmerkungen: Wir betrachten den rollenden Elektroschrott als auch die Leihfahrräder nicht als ernsthafte Konkurrenz für’s Taxigewerbe. Wer also unbedingt so etwas erstaunlich Teures mieten will: Bitte. Nur zu. Allerdings möchten wir auch nicht die leider manchmal berauschten Kindsköppe auf den Elektrorollern beim eklatanten Verstoßen gegen Verkehrsregeln auf der Motorhaube haben. Viel mehr fällt uns dazu auch gar nicht ein. Viel interessanter und typisch für Ubers Schaumschlägerei sind die Aussagen von Ger Baron, denn in Bezug auf die in Deutschland illegalen Mietwagen ist längst klar, daß Uber ganz genau weiß, wo sich welcher Wagen, Fahrer, Fahrgast befindet und von wo nach wo er fährt. Denkt man “Big Data” mit, wissen sie sogar noch viel mehr. Aus Erfahrung wissen wir, daß Uber sich zwar gegenüber amerikanischen Behörden nach Sträuben kooperativ beim Zurverfügungstellen von benötigten Daten verhält. Wie sieht es aber in der EU aus? Anhand der Daten könnte man sofort feststellen – das Nichtvorhandensein von Software-Patches einmal vorausgesetzt, was auch niemand mehr glaubt – wer wann gegen die Rückkehrpflicht verstoßen hat. Verschanzt sich Uber gegenüber deutschen Behörden dabei auch hinter der GDPR? Dies sind dringende Fragen, die sich an die Politik richten. Die muß schließlich wissen, was die nachgeordneten Behörden so vermögen. Aber ist das so? Leider nein. Gewählte Mitglieder des Berliner Senates (update nach Eingabe eines Kollegen: gemeint waren natürlich Mitglieder des Abgeordnetenhauses, nicht des Senates) dürfen ja wegen eines Geheimabkommens zwischen der BVG und Daimler Benz/Via Van nicht einmal die Zahlen zur Wirtschaftlichkeit des “Berlkönigs” einsehen. Wenn die Politik es aber zulässt, daß Konzerne den politischen Handlungsspielraum einschränken, wozu sollten wir als Bürger dann noch “Parteien” in eine zusehends erodierende “Regierungsverantwortung” hineinwählen? Nur, um den Schein zu wahren? – Uber Braces for Data Battle in Europe – (englisch, Wall Street Journal PRO, “Uber macht sich auf Datenschlacht in Europa gefasst, 24. Januar)

  • Bolivien: De-facto-Regierung schmeißt Deutschland aus dem Lithium-Geschäft
    am 25. Januar 2020

    2020-01-25 La Paz/Zimmern/Berlin: Die De-facto-Regierung in Bolivien hat angekündigt, ein Abkommen mit dem deutschen Unternehmen ACI Systems zur Industrialisierung von Lithium definitiv zu kündigen. Nach Angaben des rechtsgerichteten Politikers Humberto Leigue, soll eine “einvernehmliche Lösung” gefunden werden, um eine Unternehmensstruktur aufzulösen, die von der gestürzten Regierung von Präsident Evo Morales und ACI Systems gegründet wurde, um das Lithium im Salar de Uyuni in Potosi auszubeuten. Leigue bezeichnet sich in der De-facto-Regierung von Senatorin Jeanine Áñez als stellvertretender Minister für Elektrizität und alternative Energien. – Bolivien: De-facto-Regierung schmeißt Deutschland aus dem Lithium-Geschäft (deutsch, amerika21, “Bolivia: De facto government kicks Germany out of the lithium business”)

  • Wenn die Lämmer gegen den Schlachter aufbegehren…
    am 24. Januar 2020

    2020-01-24 Dublin: Seit Tagen demonstrieren immer wieder Taxifahrer gegen die Erhöhung der Provision durch Free Now von 12% auf 15%. Gab es (nicht nur in Irland) jemals eine eindeutigere Chance seinen Henker loszuwerden? Einer der Dubliner Fahrer, der den Vertrag mit Free Now aufgekündigt hat, bringt es auf den Punkt: >>”Sie scheinen diese Sache im Kopf zu haben, dass wir ihre Angestellten sind”, sagte er. “Wir sind sicherlich nicht ihre Angestellten. Wenn überhaupt, dann sind wir ihre Arbeitgeber, weil das Geld, das wir ihnen als Provision zahlen, ihr Geschäft am Laufen hält.”<< “Hundreds of Dublin taxi drivers to protest outside Free Now office” (englisch, breakingnews.ie, “Hunderte Dubliner Taxifahrer protestieren vor dem Free Now-Büro”, 23. Januar)

  • Transport for London (TfL) veröffentlicht 62-seitigen Brief an Uber mit Begründung zur Lizenzvergabeablehnung
    am 23. Januar 2020

    2020-01-24 London, England: In einer Transparenzoffensive veröffentlichte gestern am frühen Abend die Londoner Verkehrs-Dachorganisation TfL den Brief vom 25. November ’19, in dem sie der “Uber London Limited (ULL) detailliert darlegten, warum genau die Ubertanic nicht mehr infrage kommt, eine Lizenz für die Personenbeförderung in der britischen Hauptstadt erhalten zu können. Natürlich ist der Text zu lang, um hier stante pede alle Knaller abbrennen zu können. Wir reißen kurz Punkte an, die der Schwarmintelligenz des Netzes entspringen: • Darin werden einige alarmierende Behauptungen aufgestellt, unter anderem, dass die Fahrer von Uber Opfer eines Phishing-Betrugs waren, bei dem ihre Fahrgäste für Fahrten, die sie nicht unternommen haben, zur Kasse gebeten wurden. • Zwischen dem 1.12.18. und dem 31.5.2019 gingen bei Uber London Limited 597.881 Beschwerden ein.Davon betrafen 27.799 die Sicherheit der Passagiere. Im Oktober gab Uber an, 15.937 Beschwerden untersucht zu haben, von denen 1.521 als “schwerwiegend” eingestuft wurden. • Einige Kunden von Uber haben sich darüber beschwert, dass ihre Fahrten annulliert wurden. TfL gibt in ihrem Brief an, dass ein Grund dafür sein könnte, dass einige Uber-Fahrer “einen nicht autorisierten Software-Patch” hatten, der es den Fahrern ermöglichte, ihre Ziele zu sehen, bevor sie ihren Fahrgast abholen. • In einem anderen Absatz sagt TfL, dass es sechs Fahrern, die von Uber entlassen worden waren, gelungen sei, wieder auf die App zuzugreifen und Fahrten zu unternehmen, indem sie “doppelte Konten unter verschiedenen Namen” erstellt hätten.Im selben Abschnitt sagt TfL auch, dass ein YouTube-Video den Fahrern zeigte, wie sie ihren Standort auf einem Flughafen “vortäuschen” können. Das PDF sollte lokal gespeichert werden, damit es nicht einfach wieder aus dem Netz verschwinden kann, wenn sich juristisch Überraschendes ergeben sollte. Allerdings ist längst klar, daß das Netz ab dem Zeitpunkt einer Veröffentlichung schon nicht mehr vergißt. – TfL decision letter to ULL 25. November 2019 (englisch, Transport for London, TfL-Entscheidungsschreiben an ULL 25. November 2019)

  • Und sie tun es doch wieder: Uber und Lyft jagen die Fahrpreise nach Schießerei in Seattle hoch
    am 23. Januar 2020

    2020-01-23 Seattle, USA: “Home of the brave”. Drei Schießereien in etwas mehr als 24 Stunden in der Gegend um die Third Avenue und Pine Street in Seattle, wie die “Seattle Times” schrieb. Die dritte Schießerei ereignete sich gestern gegen 17.00 Uhr Ortszeit vor einem McDonald’s und hinterließ einen Toten und sieben weitere Verletzte, darunter ein Neunjähriger. Uber überarbeitete seine Notfallprotokolle im September 2018, nachdem es Kritik an seinem Umgang mit den Preiserhöhungen nach den Terroranschlägen in Städten wie London, Sidney und New York City gehagelt hatte. Das Unternehmen hat sein Global Security Center damit beauftragt, die Situation zu bewerten und die Preise für Fahrten in einem bestimmten Gebiet zu begrenzen. Trotz des großmännischen Securitygehabes – viel versprechen hin, nichts halten her – stiegen die Preise bei Uber und Lyft unmittelbar nach der tödlichen Schießerei in der Innenstadt von Seattle am Mittwochabend bis auf das Fünffache des Normalpreises und konnten erst nach einer Stunde “manuell” wieder abgeschaltet werden. Die im Artikel abgebildeten Twittermeldungen zeugen von dem Wucher. Auch bei Lyft kostete eine Fahrt in den nördlich etwa vier Meilen entfernten Stadtteil Wallingford mehr als hundert Dollar. Die lakonische Erklärung eines Firmensprechers von Lyft: “Die Schießerei in Seattle ist tragisch, und unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien. Als wir erfuhren, was passiert ist, haben wir eine Preisobergrenze für die Hauptsendezeit eingeführt, die in Zeiten hoher Nachfrage automatisch aktiviert wird. Wir planen, die Nutzer in der Umgebung, die von dieser Preiserhöhung betroffen waren, zu entschädigen oder ihnen einen Kredit einzuräumen.” Auf die Idee, daß das “surge-pricing” an sich ein Unding und gemessen an unseren Tarifkommissionen ein übler und undemokratischer Rückschritt ist, darauf kommt da keiner mehr – von restriktiveren Waffengesetzen mal ganz zu schweigen. – Uber and Lyft criticized for automated surge pricing after Seattle shooting (englisch, GeekWire, “Uber und Lyft kritisiert wegen automatischer Preiserhöhung nach den Schüssen von Seattle”)

  • Notstandsbeschluss? Was erlauben Uber?
    am 22. Januar 2020

    2020-01-22 Bogotá, Kolumbien: Notverordnung, Notstandsbeschluss, Ausnahmezustand, Notstand. Alles beliebte Vokabeln, um verfasste, demokratische Regeln außer Kraft zu setzen. Bei Umstürzlern jeglicher Couleur sehr beliebt. „Uber fordert die Regierung von Präsident Ivan Duque auf, eine Notverordnung zu erlassen, um vorläufige Regeln für den Ride-Hailing-Dienst festzulegen, sagte Justin Kintz, der Vizepräsident des Unternehmens für globale öffentliche Politik”. Käme so ein Wichtigtuer wie “Justin” in unser Büro und würde versuchen, uns gegen die eigenen Institutionen auszuspielen, er würde aufpassen müssen, daß wir ihm nicht auch noch in den “Allerwertesten” treten, nachdem wir ihm die Tür gewiesen haben. –  Uber Calls for Emergency Decree as It Faces Exit From Colombia (englisch, Bloomberg, “Uber fordert einen Notstandsbeschluss angesichts des Ausstiegs aus Kolumbien”)